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Rega-Jets nach Unglück in Crans-Montana VS im Dauereinsatz

Schwerverletzte werden seit Tagen in Spezialkliniken im In- und Ausland verlegt

by Daniel Lüdi
Samstag, 3. Januar 2026 um 18:00
in Rega
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Rega-Ambulanzjet und Rettungswagen auf dem Flughafen Sion nach dem Brand in Crans-Montana

Rega-Ambulanzjet im Einsatz nach Brand in Crans-Montana (Bild von REGA)

Nach der verheerenden Brandkatastrophe in Crans-Montana stehen die Ambulanzjets der Rega im permanenten Einsatz. Seit dem 1. Januar 2026 werden schwer verletzte Patientinnen und Patienten nicht nur mit Rettungshelikoptern, sondern auch mit Rega-Jets in spezialisierte Kliniken in der Schweiz und im Ausland verlegt.

Die Luftrettung spielt eine zentrale Rolle bei der Bewältigung der medizinischen Folgen des Unglücks.

Erste Rega-Einsätze bereits am Neujahrstag

Bereits wenige Stunden nach dem Ereignis startete am frühen Morgen des Neujahrstags der erste Rega-Ambulanzjet in Richtung Sion. Noch am selben Tag folgten vier weitere Flüge.

Mehrere schwer verletzte Patientinnen und Patienten wurden in geeignete Intensivstationen innerhalb der Schweiz sowie ins Ausland transportiert.

Verlegungen in spezialisierte Verbrennungszentren

Auch am zweiten und dritten Tag nach dem Unglück setzten die Rega-Crews die Verlegungsflüge mit allen drei Ambulanzjets fort.

Rega-Ambulanzjet bei Start oder Landung für Patiententransporte nach Crans-Montana
Rega-Jet im Dauereinsatz nach Tragödie in Crans-Montana (Bild von REGA)

Flüge am 2. Januar

  • Fünf Patientinnen und Patienten wurden in spezialisierte Verbrennungszentren nach Belgien geflogen

  • Ein weiterer Rega-Jet brachte je einen Patienten nach Deutschland

Flüge am 3. Januar

  • Sieben schwer verletzte Patientinnen und Patienten wurden nach

    • Luxemburg

    • Frankreich

    • Belgien
      verlegt

Die Organisation dieser medizinisch dringlichen Flüge erfolgte in enger Abstimmung mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS).

Rega-Helikopter und Ambulanzjet bei einer Patientenverlegung nach dem Brand in Crans-Montana
Koordinierter Rega-Einsatz bei Patientenverlegungen (Bild von REGA)

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Behandlung auch im Ausland notwendig

Nach der Erstversorgung in Schweizer Spitälern zeigt sich, dass die langfristige Behandlung vieler Brandverletzter Monate dauern kann. Aufgrund begrenzter Kapazitäten in der Schweiz wird die Weiterbehandlung daher auch in hochspezialisierten Kliniken im europäischen Ausland fortgesetzt.

Diese internationalen Verlegungen sind Teil eines koordinierten europäischen Katastrophenmanagements.

Medizinisch und logistisch anspruchsvolle Einsätze

Die Einsätze mit den Rega-Ambulanzjets sind operationell und personell äusserst anspruchsvoll. Jeder Patientin und jedem Patienten wird ein spezialisiertes medizinisches Team zur Seite gestellt, bestehend aus:

  • einer Intensivpflegefachperson

  • einem Flugarzt oder einer Flugärztin

So wird eine optimale medizinische Betreuung während des gesamten Fluges gewährleistet.

Zahlreiche Verletzte wurden aufgrund ihres kritischen Zustands zudem mit Rettungshelikoptern direkt vom abgebenden Spital zum startbereiten Ambulanzjet geflogen.

Mehrere Rega-Ambulanzjets und Rettungsfahrzeuge nach dem Brand in Crans-Montana
Rega organisiert internationale Patientenverlegungen (Bild von REGA)

Zusätzliche Verlegungen mit Rettungshelikoptern

Neben den Ambulanzjets führten die Rega-Crews zahlreiche weitere Verlegungsflüge mit Rettungshelikoptern durch, unter anderem:

  • vom Universitätsspital Genf nach Metz (FR)

  • vom Spital Visp nach Sion

  • vom Inselspital Bern ins Universitätsspital Zürich

Bereits in der Silvesternacht und in den Morgenstunden des Neujahrstags waren acht Rega-Helikoptercrews gleichzeitig im Einsatz, teilweise mit mehreren Einsätzen pro Crew.

Zentrale Koordination der Intensivbetten

Seit der Silvesternacht organisieren die Einsatzleiterinnen und Einsatzleiter der Rega ununterbrochen Transporte mit Helikoptern und Ambulanzjets. Gleichzeitig unterstützen sie die Spitäler bei der Verteilung der Patientinnen und Patienten auf verfügbare Intensivbetten im In- und Ausland.

Die Zusammenarbeit zwischen Rega, Walliser Behörden, regionalen Rettungsdiensten, weiteren Luftrettungsorganisationen und Spitälern verläuft laut Angaben effizient, eng koordiniert und konsequent im Sinne der Patientinnen und Patienten.

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