Nach der verheerenden Brandkatastrophe in Crans-Montana stehen die Ambulanzjets der Rega im permanenten Einsatz. Seit dem 1. Januar 2026 werden schwer verletzte Patientinnen und Patienten nicht nur mit Rettungshelikoptern, sondern auch mit Rega-Jets in spezialisierte Kliniken in der Schweiz und im Ausland verlegt.
Die Luftrettung spielt eine zentrale Rolle bei der Bewältigung der medizinischen Folgen des Unglücks.
Erste Rega-Einsätze bereits am Neujahrstag
Bereits wenige Stunden nach dem Ereignis startete am frühen Morgen des Neujahrstags der erste Rega-Ambulanzjet in Richtung Sion. Noch am selben Tag folgten vier weitere Flüge.
Mehrere schwer verletzte Patientinnen und Patienten wurden in geeignete Intensivstationen innerhalb der Schweiz sowie ins Ausland transportiert.
Verlegungen in spezialisierte Verbrennungszentren
Auch am zweiten und dritten Tag nach dem Unglück setzten die Rega-Crews die Verlegungsflüge mit allen drei Ambulanzjets fort.

Flüge am 2. Januar
Fünf Patientinnen und Patienten wurden in spezialisierte Verbrennungszentren nach Belgien geflogen
Ein weiterer Rega-Jet brachte je einen Patienten nach Deutschland
Flüge am 3. Januar
Sieben schwer verletzte Patientinnen und Patienten wurden nach
Luxemburg
Frankreich
Belgien
verlegt
Die Organisation dieser medizinisch dringlichen Flüge erfolgte in enger Abstimmung mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS).

Breaking News direkt aufs Smartphone
Verpasse keine Eilmeldung mehr – jetzt den imTicker WhatsApp-Kanal abonnieren:
imTicker auf WhatsApp abonnieren
Behandlung auch im Ausland notwendig
Nach der Erstversorgung in Schweizer Spitälern zeigt sich, dass die langfristige Behandlung vieler Brandverletzter Monate dauern kann. Aufgrund begrenzter Kapazitäten in der Schweiz wird die Weiterbehandlung daher auch in hochspezialisierten Kliniken im europäischen Ausland fortgesetzt.
Diese internationalen Verlegungen sind Teil eines koordinierten europäischen Katastrophenmanagements.
Medizinisch und logistisch anspruchsvolle Einsätze
Die Einsätze mit den Rega-Ambulanzjets sind operationell und personell äusserst anspruchsvoll. Jeder Patientin und jedem Patienten wird ein spezialisiertes medizinisches Team zur Seite gestellt, bestehend aus:
einer Intensivpflegefachperson
einem Flugarzt oder einer Flugärztin
So wird eine optimale medizinische Betreuung während des gesamten Fluges gewährleistet.
Zahlreiche Verletzte wurden aufgrund ihres kritischen Zustands zudem mit Rettungshelikoptern direkt vom abgebenden Spital zum startbereiten Ambulanzjet geflogen.

Zusätzliche Verlegungen mit Rettungshelikoptern
Neben den Ambulanzjets führten die Rega-Crews zahlreiche weitere Verlegungsflüge mit Rettungshelikoptern durch, unter anderem:
vom Universitätsspital Genf nach Metz (FR)
vom Spital Visp nach Sion
vom Inselspital Bern ins Universitätsspital Zürich
Bereits in der Silvesternacht und in den Morgenstunden des Neujahrstags waren acht Rega-Helikoptercrews gleichzeitig im Einsatz, teilweise mit mehreren Einsätzen pro Crew.
Zentrale Koordination der Intensivbetten
Seit der Silvesternacht organisieren die Einsatzleiterinnen und Einsatzleiter der Rega ununterbrochen Transporte mit Helikoptern und Ambulanzjets. Gleichzeitig unterstützen sie die Spitäler bei der Verteilung der Patientinnen und Patienten auf verfügbare Intensivbetten im In- und Ausland.
Die Zusammenarbeit zwischen Rega, Walliser Behörden, regionalen Rettungsdiensten, weiteren Luftrettungsorganisationen und Spitälern verläuft laut Angaben effizient, eng koordiniert und konsequent im Sinne der Patientinnen und Patienten.










