Während viele am Stephanstag entspannen, fliegt die Rega pausenlos Rettungseinsätze.
Besonders zwei dramatische Bergrettungen verlangten den Crews am 26. Dezember 2025 alles ab – eine im Alpstein und eine im Berner Oberland.
110 Einsätze über Weihnachten – die Hälfte am Stephanstag
Zwischen dem 24. und 26. Dezember rückten die Helikopter-Crews der Rega rund 110-mal aus – deutlich weniger als im Vorjahr. Doch allein der Stephanstag machte etwa die Hälfte des Einsatzvolumens aus. Zwei Einsätze stechen besonders hervor: ein Absturz bei der Mittagschrinne (BE) sowie ein Kletterunfall am Kreuzberg (SG).
Einsatz 1: Absturz bei der Mittagschrinne – Evakuierung in zwei Etappen
Kurz vor Mittag erhielt die Rega eine Meldung aus der Region Brienz: Ein Berggänger war bei der Mittagschrinne mehrere Hundert Meter tief abgestürzt. Der Mann war Teil einer Zweier-Seilschaft. Der Absturzort lag in äusserst steilem Gelände, was die Rettung massiv erschwerte.
Die Einsatzleiterin alarmierte daher nicht nur die Crew von «Rega 10» (Wilderswil), sondern auch einen Rettungsspezialisten Helikopter (RSH) der Alpinen Rettung Schweiz (ARS). Der Verletzte wurde vor Ort medizinisch versorgt, sein Begleiter konnte mithilfe eines zweiten Helikopters, «Rega 17», per Winde evakuiert werden.
Diese Art der zeitgleichen Rettung zweier Personen aus einem steilen Couloir gilt als besonders anspruchsvoll – insbesondere bei winterlichen Bedingungen.
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Einsatz 2: Kletterer im Kreuzberg blockiert – Rettung unter Nebelgrenze
Am späten Nachmittag ging ein weiterer Notruf ein: Zwei Kletterer in der Felswand des Kreuzberg 6 im Alpstein (SG) wurden durch Steinschlag überrascht. Einer wurde dabei im Gesicht verletzt.
Die Crew von «Rega 16», zufällig im Rückflug über dem Nebel vom Kantonsspital Chur, reagierte sofort. Mit an Bord: ein weiterer Rettungsspezialist Helikopter, der in der Wand abgesetzt wurde. Dort bereitete er die Verletzten für den Abtransport mit der Seilwinde vor. Die Sicht verschlechterte sich jedoch rasant.

Flug unter Instrumentenbedingungen
Da sich der Hochnebel weiter ausbreitete, musste die Crew auf den Instrumentenflugmodus umstellen – ein Verfahren, das auch das Fliegen durch Wolken über definierte Routen erlaubt. So konnten alle Beteiligten sicher ausgeflogen werden.
Ein harter Stephanstag – aber glimpflich ausgegangen
Beide Einsätze zeigen: Der Stephanstag war für die Rega-Crews trotz weniger Gesamteinsätze extrem fordernd. Dass alle Beteiligten – bis auf den einen Verletzten – sicher zurückgebracht werden konnten, ist dem perfekten Zusammenspiel aus Flugcrews, alpiner Rettung und moderner Technik zu verdanken.
Präzision und Teamwork unter höchstem Druck
Ob Steilhang in Brienz oder Felswand im Alpstein – die Einsätze am Stephanstag zeigen eindrücklich, was die Rega und ihre Partner auch bei schwierigen Wetterverhältnissen leisten.










