Am Mittwochnachmittag ist eine Hochtourengängerin auf dem Oberaargletscher im Kanton Bern rund sechs Meter tief in eine Gletscherspalte gestürzt. Die Rega-Crew der Basis Wilderswil konnte die Frau mit Unterstützung von vier Bergrettern der Alpinen Rettung Schweiz aus der Spalte befreien. Sie war stark unterkühlt, erlitt aber nur leichte Verletzungen.
Schnee- und Eisdecke brach ein
Die Frau war gemeinsam mit einer weiteren Person als Zweierseilschaft auf rund 3100 Metern über Meer unterwegs. Dabei brach unter ihr die Schnee- und Eisdecke ein, worauf sie rund sechs Meter tief in eine Gletscherspalte stürzte.
Im Spalt blieb die Hochtourengängerin mit dem gesamten Unterkörper im angesammelten Schnee stecken. Dadurch wurde ein noch tieferer Absturz verhindert.
Nach der Alarmierung der Rega über die Rega-App eilten weitere Personen zur Unfallstelle und unterstützten die Sicherung der Frau bis zum Eintreffen der Rettungskräfte.

Vier Bergretter unterstützen die Rega-Crew
Die von der Nationalen Luftrettungszentrale der Rega aufgebotene Crew der Basis Wilderswil nahm bereits auf dem Weg zum Einsatzort zwei Bergretter der Alpinen Rettung Schweiz (ARS) auf. Zwei weitere Bergretter sowie zusätzliches Rettungsmaterial wurden anschliessend mit dem Rega-Helikopter auf den Gletscher geflogen.
Vor Ort bereiteten die Einsatzkräfte die aufwendige Spaltenrettung vor. Ein Bergretter befreite die Frau zunächst mit einer Schaufel von den Schneemassen und sicherte sie im Spalt.
Anschliessend konnten die Rettungskräfte die Patientin mithilfe eines sogenannten Dreibeins aus der Gletscherspalte bergen.

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Stark unterkühlt, aber nur leicht verletzt
Nach der Rettung wurde die Frau noch auf dem Gletscher medizinisch erstversorgt. Anschliessend flog die Rega sie mit der Rettungswinde an einen sicheren Zwischenlandeplatz.
Dort wurde die Patientin erneut untersucht, bevor sie in den Helikopter eingeladen und in ein geeignetes Spital transportiert wurde. Die Frau war stark unterkühlt, hatte sich trotz des rund sechs Meter tiefen Sturzes jedoch nur leicht verletzt.

Rega arbeitet bei Spaltenrettungen mit ARS zusammen
Bei anspruchsvollen Rettungseinsätzen im Gebirge arbeitet die Rega mit spezialisierten Partnerorganisationen zusammen. Bei Spaltenrettungen ist insbesondere die Zusammenarbeit mit den Bergretterinnen und Bergrettern der Alpinen Rettung Schweiz wichtig.
Die ARS verfügt über spezielles Wissen und die notwendige Ausrüstung für Rettungen aus Gletscherspalten. Im aktuellen Einsatz waren insgesamt vier Bergretter an der Bergung beteiligt.






