Jahre später klickten die Handschellen
Ein schwerer Raserdelikt – und eine späte Wendung.
Mehr als vier Jahre nach einer massiven Geschwindigkeitsüberschreitung im Sonnenbergtunnel in Luzern ist die verantwortliche Lenkerin identifiziert und festgenommen worden.
Der Fall zeigt, dass Verkehrsdelikte auch über Landesgrenzen hinweg Konsequenzen haben.
146 km/h statt erlaubter 80 km/h
Der Vorfall ereignete sich Mitte Dezember 2021.
Eine damals unbekannte Lenkerin fuhr mit ihrem Personenwagen auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Norden durch den Sonnenbergtunnel.
Dabei wurde sie mit 146 km/h gemessen – erlaubt sind in diesem Tunnel 80 km/h.
Eine massive Überschreitung, die als Raserdelikt einzustufen ist.
Weitere schwere Tempoverstösse in anderen Kantonen
Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass dieselbe Lenkerin auch in:
Nidwalden
Basel-Landschaft
weitere erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen begangen hatte.
Da die Identität der Fahrerin zunächst unklar blieb, stellten die Schweizer Strafverfolgungsbehörden ein internationales Rechtshilfeersuchen, um die Lenkerin in Italien zu ermitteln.
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Italienische Lenkerin festgenommen
Die Ermittlungen führten schliesslich zum Erfolg.
Bei der gesuchten Person handelt es sich um eine 36-jährige Italienerin.
Sie wurde Anfang 2026 im Tessin festgenommen und durch die Luzerner Polizei einvernommen.
Führerausweis weg – hohe Bussendeposition
Die Konsequenzen für die Lenkerin sind erheblich:
Bussendeposition von mehreren tausend Franken
Führerausweis abgenommen
Führerausweis an die italienischen Behörden übermittelt
Fahrverbot in der Schweiz, bis ein rechtskräftiger Entscheid vorliegt
Staatsanwaltschaft Luzern ermittelt
Die strafrechtliche Untersuchung wird von der Staatsanwaltschaft Luzern geführt.
Ob weitere Sanktionen folgen, ist Gegenstand des laufenden Verfahrens.
Raserdelikte verjähren nicht einfach
Der Fall zeigt deutlich:
Auch wenn Jahre vergehen, können schwere Verkehrsdelikte konsequent verfolgt werden – selbst über nationale Grenzen hinweg.
Raserdelikte gelten in der Schweiz als schwere Straftaten mit hohen Strafen und langfristigen Konsequenzen.










