Ein 37-jähriger Ranger ist im thailändischen Wildschutzgebiet Huai Kha Khaeng tot aufgefunden worden. Die Behörden vermuten, dass der Mann von einem Tiger angegriffen wurde. Der Vorfall ereignete sich in einem der wichtigsten Tigerreservate Asiens, das zum Unesco-Weltnaturerbe gehört.
Ranger nach Suche tot im Schutzgebiet gefunden
Ein Wildhüter ist im Westen Thailands unter tragischen Umständen ums Leben gekommen. Der 37-Jährige erschien nicht zu einem geplanten Einsatz zur Vorbereitung eines Jugendcamps, woraufhin Kollegen nach ihm suchten.
In seiner Unterkunft fanden die Mitarbeiter persönliche Gegenstände sowie sein Mobiltelefon. Zudem entdeckten sie Spuren, die auf einen möglichen Tierangriff hindeuteten. Die Leiche des Rangers wurde rund 200 Meter entfernt an einem Bach gefunden.
Laut GMX berichtete die «Bangkok Post» unter Berufung auf die Nationalparkbehörde, dass Ermittler in der Nähe frische Tigerpfoten-Abdrücke entdeckt hätten. Experten gehen deshalb derzeit davon aus, dass der Mann möglicherweise von einer Raubkatze angegriffen wurde.
Die Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet, um den genauen Ablauf des Vorfalls zu klären. Eine endgültige Bestätigung der Todesursache liegt noch nicht vor.
Sicherheitsmassnahmen für Ranger werden überprüft
Thailands Umweltminister Suchart Chomklin sprach den Angehörigen des verstorbenen Rangers sein Beileid aus. Gleichzeitig ordnete er eine Untersuchung des Vorfalls sowie eine Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen für Mitarbeiter in Schutzgebieten an.
Ranger arbeiten in diesen Regionen unter schwierigen Bedingungen. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem der Schutz gefährdeter Tierarten, die Überwachung grosser Waldgebiete und der Kampf gegen Wilderei.
Besonders in abgelegenen Schutzgebieten können Begegnungen mit Wildtieren nicht vollständig ausgeschlossen werden.
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Wichtigstes Tigerreservat Thailands
Das Huai Kha Khaeng Wildlife Sanctuary liegt rund 300 Kilometer nordwestlich von Bangkok und gehört seit 1991 zum Unesco-Weltnaturerbe. Zusammen mit angrenzenden Schutzgebieten bildet es eines der grössten zusammenhängenden Waldgebiete Südostasiens.
Das Gebiet gilt als eines der wichtigsten Rückzugsgebiete für den Indochinesischen Tiger in Thailand. Die streng geschützten Tiere sind jedoch weiterhin gefährdet.
Nach Angaben der thailändischen Nationalparkbehörde leben inzwischen wieder zwischen 210 und 257 Tiger in den Wäldern des Landes. Damit hat sich der Bestand im Vergleich zu früheren Jahrzehnten verbessert.
Tiger bleiben stark gefährdete Art
Trotz der positiven Entwicklung stehen Tiger weiterhin vor grossen Herausforderungen. Zu den wichtigsten Gefahren zählen Wilderei und der Verlust natürlicher Lebensräume.
Der Indochinesische Tiger (Panthera tigris corbetti) wird von der Weltnaturschutzunion IUCN als stark gefährdet eingestuft. Schutzprogramme und die Arbeit von Rangern spielen deshalb eine zentrale Rolle beim Erhalt der Art.
Die Behörden wollen nun prüfen, ob zusätzliche Massnahmen notwendig sind, um die Sicherheit der Mitarbeitenden in den Schutzgebieten zu erhöhen.






