Veterinäramt greift ein – Hof in Ramiswil geräumt
Ein erschütternder Fall von Tierleid im Kanton Solothurn:
Das Veterinäramt hat am Donnerstag und Freitag auf einem Hof in Ramiswil (SO) mehr als 100 Hunde und mehrere Dutzend Pferde in schlechtem Zustand vorgefunden.
Gemeinsam mit der Polizei wurde der Hof geräumt – doch für viele der Tiere kam jede Hilfe zu spät.
120 Hunde mussten eingeschläfert werden
Die Kantonstierärztin Chantal Ritter bestätigte gegenüber Tele M1:
„Wir haben die Hunde beschlagnahmt und mussten sie einschläfern, weil sie in einem zu schlechten Zustand waren.“
Insgesamt wurden 120 Hunde eingeschläfert. Die Tiere litten unter schweren gesundheitlichen Problemen und mangelhafter Haltung.
Auch die Pferde auf dem Gelände wurden beschlagnahmt und an geeignete Orte gebracht.
Strafverfahren gegen Hofbetreiber
Gegen den Hofbetreiber läuft ein Strafverfahren wegen Verstosses gegen das Tierschutzgesetz.
Das Veterinäramt hatte den Hof bereits mehrfach kontrolliert.
„Wir sind immer wieder kontrollieren gegangen. Offenbar hat es sich Ende Sommer, Anfang Herbst so zugespitzt, dass man nicht mehr anders reagieren konnte“, so Ritter weiter.
Der Fall sorgt schweizweit für Entsetzen – auch, weil er zeigt, wie schwierig die Durchsetzung des Tierschutzgesetzes in Einzelfällen sein kann.
Belastung für das Veterinäramt
Für die Beteiligten ist der Einsatz emotional belastend:
„Wir sind die, die eingreifen und das Ganze beenden müssen. Das belastet das ganze Team sehr stark“,
erklärte die Kantonstierärztin weiter.
Solche Einsätze seien äusserst schwer, aber notwendig, um das Tierleid zu stoppen.
Journalist vor Ort bedroht
Die Lage vor Ort war angespannt:
Ein Journalist von Tele M1, der mit dem Landwirt sprechen wollte, wurde bedroht und verfolgt.
„Er hat die Autotüre aufgerissen, wollte mich herauszerren und ist mir bis ins Dorf nachgefahren. So etwas habe ich noch nie erlebt“,
sagte der Reporter.
Ein erschütternder Fall von Tierleid im Kanton Solothurn:










