Ein kleines Detail mit grosser Wirkung: Ab dem 21. November 2025 dürfen QR-Rechnungen in der Schweiz nur noch strukturierte Adressen enthalten.
Was technisch klingt, betrifft Tausende KMU und Rechnungssteller direkt – denn wer nicht umstellt, riskiert ab dem Folgejahr Rückweisungen durch Banken und Zahlungssysteme.
Was jetzt wichtig ist – und wie du die Umstellung sicher schaffst.
Was heisst „strukturierte Adresse“ überhaupt?
Von Freitext zu maschinenlesbarer Struktur
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Bislang waren bei QR-Rechnungen Freitext-Adressen erlaubt – z. B. „Musterfirma AG, Hauptstrasse 12, 8000 Zürich“ in einem Feld.
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Ab dem 21.11.2025 müssen Adressen feldweise strukturiert sein:
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Name
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Strasse & Hausnummer getrennt
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PLZ & Ort getrennt
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Land in ISO-Kurzform
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Beispiel:
| Feld | Wert |
|---|---|
| Name | Musterfirma AG |
| Strasse | Hauptstrasse |
| Hausnummer | 12 |
| PLZ | 8000 |
| Ort | Zürich |
| Land (ISO) | CH |
Ab wann gilt die Pflicht?
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Die Pflicht zur strukturierten Adresse gilt ab 21. November 2025.
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Bis dahin können auch QR-Rechnungen mit Freitext noch eingelesen werden.
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Aber: Ab dem 20. November 2026 werden solche Rechnungen von Banken und Verarbeitungssoftware systematisch zurückgewiesen.
Wer ist betroffen?
Grosse Relevanz für folgende Gruppen
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KMU, die eigene Rechnungen mit QR-Code erstellen
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Vereine mit Spendenrechnungen oder Mitgliederbeiträgen
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Softwareanbieter, die Buchhaltungs- oder Rechnungssoftware vertreiben
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Treuhänder, die Rechnungs-Templates im Auftrag von Kunden pflegen
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Zahlungsempfänger, deren QR-IBANs bei Banken registriert sind
Was passiert bei Nichteinhaltung?
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Bei Verwendung einer unstrukturierten Adresse ab dem 20.11.2026 droht die technische Rückweisung – also: Zahlung blockiert, Rechnung muss neu erstellt werden.
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Besonders kritisch für:
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Daueraufträge mit alten Vorlagen
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E-Rechnungen an Unternehmen oder Behörden
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Exportierte Rechnungen via XML-Schnittstelle
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Was muss ich jetzt konkret tun?
Prüfe deine Rechnungssoftware
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Nutzt sie strukturierte Felder? Ist das Format ISO-konform?
Aktualisiere Vorlagen
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Passe manuell alle bestehenden QR-Vorlagen in deinem ERP, Word oder PDF-Generator an
Informiere deine Kunden
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Wenn du Rechnungssteller bist, prüfe auch den Rechnungseingang – ab Mitte 2026 könnten Kunden deine alten QR-Rechnungen nicht mehr verarbeiten
Hinweis: Die meisten Standardlösungen wie bexio, Swiss21, Sage oder Abacus bieten schon heute strukturierte Felder – du musst sie nur aktivieren oder verwenden!
Die neue Pflicht klingt technisch – ist aber ein entscheidender Schritt zur automatisierten Zahlungsabwicklung in der Schweiz.
Wer die Umstellung nicht bis spätestens November 2026 macht, riskiert verweigerte Zahlungen und Buchhaltungschaos.










