Bornheim/Haina — Psychiatrische Kliniken lösen bei vielen Menschen Unsicherheit aus.
Doch die Realität unterscheidet sich deutlich von alten Vorstellungen. Moderne Einrichtungen bieten Schutz, Therapie und Perspektiven für Menschen in Krisen.
Wenn eine Klinik nötig wird
Die Mehrheit psychischer Erkrankungen wird ambulant behandelt.
Schwere Fälle: Depression, Angststörungen, Essstörungen, Suchterkrankungen oder Schizophrenie
Einweisung: Meist über einen Arzt, in akuten Notfällen direkt in die Klinik
Zwangseinweisungen: Nur bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung, mit richterlicher Prüfung
Moderne Psychiatrien behandeln freiwillige Patientinnen und Patienten überwiegend, Zwangsmaßnahmen sind selten.
So sieht der Alltag aus
Patienten leben heute in Ein- oder Zwei-Bett-Zimmern, tragen ihre Alltagskleidung und können sich frei bewegen.
Weniger Liegen im Bett, mehr Aktivitäten
Therapeutische Raumgestaltung für Wohlbefinden
Behandlung nach individuell erstelltetem Therapieplan
Bausteine der Therapie:
Psychotherapie & Ergotherapie
Kunst- und Bewegungstherapie
Medikamente (Antidepressiva, Neuroleptika)
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Elektrokonvulsionstherapie (EKT)
Bei schweren Depressionen kann EKT helfen, wenn andere Therapien nicht wirken:
Kurze Narkose, kontrollierter epileptischer Anfall
Dauer: 30–60 Sekunden
Effektiv, Nebenwirkungen meist gering
Vorurteile über die Therapie seien unbegründet, betont Professor Metzger.
Dauer und Nachsorge
Aufenthalt: Durchschnittlich 20–30 Tage, je nach Erkrankung kürzer oder länger
Nachsorge: Ambulante Behandlung, teilstationäre Angebote oder Therapieprogramme
Ziel: Nahtloser Übergang zurück in den Alltag










