Paris Saint-Germain hat den UEFA-Supercup 2026 gewonnen. Der Champions-League-Sieger setzte sich in Salzburg mit 2:1 gegen Europa-League-Gewinner Aston Villa durch. Khvicha Kvaratskhelia und Désiré Doué trafen für PSG, während der erst 17-jährige Brian Madjo bei seinem Debüt für die Engländer für einen historischen Treffer sorgte.
Kvaratskhelia bringt PSG früh in Führung
Vor 27’681 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Red Bull Arena entwickelte sich nach einer kurzen Abtastphase eine unterhaltsame Partie. PSG übernahm zunächst die Kontrolle und ging in der 20. Minute in Führung.
Khvicha Kvaratskhelia profitierte davon, dass Aston Villa den Ball nicht konsequent aus dem eigenen Strafraum klären konnte. Der Georgier nahm die Gelegenheit auf und traf mit einem kräftigen Rechtsschuss zum 1:0.
Aston Villa zeigte sich davon jedoch nicht geschockt. Die Mannschaft von Trainer Unai Emery erhöhte den Druck und kam immer wieder gefährlich vor das Pariser Tor.
Besonders Brian Madjo stand dabei im Mittelpunkt. Der erst 17-Jährige kam zu mehreren Chancen, scheiterte zunächst aber per Kopf und mit Schüssen aus unterschiedlichen Positionen.
Kurz vor der Pause gelang Madjo dann doch der Ausgleich. Nach einer Flanke setzte sich der Teenager gegen seinen Gegenspieler durch und verwertete den Ball aus kurzer Distanz direkt zum 1:1.
Madjo schreibt Supercup-Geschichte
Mit seinem Treffer stellte Madjo gleich zwei Bestmarken auf. Er wurde mit 17 Jahren und sieben Monaten zum jüngsten Spieler, der jemals in einem UEFA-Supercup in der Startformation stand.
Gleichzeitig wurde er zum jüngsten Torschützen der Geschichte des Wettbewerbs. Der bisherige Rekord hatte dem ehemaligen Ajax-Star Patrick Kluivert gehört.
Laut GMX sorgte Madjos Einsatz bereits im Vorfeld für besondere Aufmerksamkeit. Aston Villa hatte Anfang August vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS eine Spielerlaubnis für den Angreifer erstritten, nachdem die FIFA diese zunächst verweigert hatte.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte PSG wieder den Druck. In der 61. Minute brachte Désiré Doué die Franzosen erneut in Führung.
Zunächst wurde der Treffer wegen einer möglichen Abseitsposition nicht anerkannt. Nach einer VAR-Überprüfung korrigierte Schiedsrichter Omar Abdulkadir Artan die Entscheidung und gab das Tor zum 2:1.
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Artan leitet erstmals als Nicht-Europäer
Auch der Schiedsrichter stand in Salzburg besonders im Fokus. Omar Abdulkadir Artan aus Somalia durfte als erster Nicht-Europäer einen UEFA-Supercup leiten.
Seine Nominierung war auch deshalb bemerkenswert, weil Artan zuvor bei der Weltmeisterschaft in den USA nicht zum Einsatz kommen konnte. Die Einreise in die Vereinigten Staaten war ihm verweigert worden.
In Salzburg blieb der 34-Jährige weitgehend unauffällig und leitete die Partie ohne grössere Probleme. Damit rückte der Schiedsrichter nach dem Anpfiff schnell in den Hintergrund, während die Spieler für die entscheidenden Szenen sorgten.
PSG holt den nächsten Titel
Paris Saint-Germain verteidigte die Führung in der Schlussphase und brachte den 2:1-Erfolg über die Zeit. Damit setzte der Champions-League-Sieger seine erfolgreiche Serie im UEFA-Supercup fort.
PSG-Trainer Luis Enrique setzte auf eine starke Mannschaft und brachte zahlreiche seiner Leistungsträger von Beginn an. Aston Villa musste dagegen auf mehrere Spieler verzichten, die nach ihren Einsätzen bei der Weltmeisterschaft noch nicht zur Verfügung standen.
Unter anderem fehlten Ezri Konsa, Ollie Watkins und Emiliano Martínez. Auch der frühere Freiburger Johan Manzambi stand wegen einer Verletzung nicht zur Verfügung.
Für PSG ist der Erfolg in Salzburg ein weiterer Titel in einer aussergewöhnlich erfolgreichen Phase. Aston Villa muss sich dagegen trotz der Niederlage mit der starken Leistung des jungen Brian Madjo und einem insgesamt konkurrenzfähigen Auftritt begnügen.






