Studenten freigelassen – Gewerkschaften schliessen sich der Bewegung an
Die Proteste gegen die wirtschaftliche Lage im Iran halten weiter an. In mehreren Städten gingen Menschen erneut auf die Strasse, während es im Süden des Landes zu einem Angriff auf ein Regierungsgebäude kam.
Demonstrationen in Isfahan und Kermanshah
Laut Videos, die dem im Exil ansässigen Medium Iran International vorliegen, versammelten sich Demonstranten unter anderem in den Städten Isfahan und Kermanshah. In Isfahan sollen sich Gruppen auf dem zentralen Naqsch-e-Dschahan-Platz eingefunden haben, einem symbolträchtigen Ort für frühere Proteste. Auch aus weiteren Regionen des Landes wurden Kundgebungen gemeldet, laut ansa.it.
Universität Teheran lässt festgenommene Studenten frei
Die Universität Teheran gab bekannt, dass alle Studenten freigelassen wurden, die am Vortag bei Protesten auf dem Campus festgenommen worden waren. Vier Studierende waren vorübergehend in Gewahrsam genommen worden. Die Freilassung erfolgte nach Angaben der Hochschulleitung noch am selben Abend.
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Angriff auf Gouverneurspalast im Süden des Landes
In der Stadt Fasa im Süden Irans griffen mehrere Personen das Büro des Provinzgouverneurs an. Dabei wurden Türen und Fenster beschädigt. Vier Verdächtige wurden festgenommen, drei Polizisten verletzt. Die Hintergründe des Angriffs sind weiterhin Gegenstand von Ermittlungen.
Streiks weiten sich aus
Ausgehend von Protesten von Ladenbesitzern gegen steigende Lebenshaltungskosten entwickelte sich die Bewegung rasch weiter. Mehrere Gewerkschaften, darunter von Lehrern, Bus- und Lkw-Fahrern sowie Händlervereinigungen, erklärten ihre Unterstützung. Auch Studierende in verschiedenen Provinzen veröffentlichten Solidaritätserklärungen.
Regierung schliesst Universitäten, Mossad meldet sich zu Wort
Aus Sorge vor einer weiteren Eskalation kündigte die Regierung die vorübergehende Schliessung mehrerer Universitäten in Teheran an. Der Unterricht soll vorerst online stattfinden. Für zusätzliche internationale Aufmerksamkeit sorgte ein Aufruf des israelischen Geheimdienstes Mossad, der die iranische Bevölkerung zur Fortsetzung der Proteste ermutigte. Präsident Massoud Pezeshkian erklärte unterdessen, man habe die „legitimen Forderungen“ der Demonstrierenden zur Kenntnis genommen.










