Die Wut wächst – und sie ist nicht mehr zu überhören.
Tausende Menschen gehen in Minneapolis auf die Strasse, während Musik, Protest und Politik aufeinanderprallen.
Was als Demonstration begann, wird zur nationalen Zäsur.
Tausende auf den Strassen von Minneapolis
Proteste gegen Trump und ICE
In der Innenstadt von Minneapolis demonstrierten Tausende Menschen gegen die Politik von Präsident Donald Trump und das harte Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE.
Der Protest war Teil eines landesweiten Aktionstags, eines sogenannten „nationalen Shutdowns“, zu dem auch in Städten wie New York aufgerufen wurde. Trotz eisiger Temperaturen bewegte sich die Menge durch die Strassen und rief immer wieder:
„Wem gehören die Strassen?“
„ICE raus!“
Hunderte weitere Menschen beobachteten die Demonstration aus dem Skyway-System, den Hochverbindungen zwischen den Gebäuden der Innenstadt.
Bruce Springsteen sorgt für Gänsehaut
Musik als politisches Statement
Für einen emotionalen Höhepunkt sorgte Bruce Springsteen, der sich überraschend in Minneapolis zeigte. Der Musiker trat bei einer Benefizveranstaltung im legendären First Avenue auf.
Mit der Aufschrift „Arrest The President“ auf seiner Gitarre präsentierte er seinen neuen Song „Streets of Minneapolis“ – eine klare Botschaft gegen ICE und das Vorgehen der Bundesregierung.
Der Auftritt galt der Unterstützung der Familien von Alex Pretti und Renee Good, die im Zusammenhang mit den Protesten ums Leben kamen, laut ansa.it.
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Trump greift Opfer scharf an
„Agent Provocateur“
Donald Trump reagierte mit scharfen Worten. Er bezeichnete den von der Polizei getöteten Alex Pretti als einen „Agent Provocateur“ und „möglicherweise einen Aufständischen“.
In sozialen Medien verwies der Präsident auf ein Video, das Pretti in einer Konfrontation mit Bundesbeamten zeigen soll. Kritiker werfen Trump vor, damit die Gewalt zu relativieren und das Recht auf freie Meinungsäusserung weiter auszuhöhlen.
Don Lemon wieder auf freiem Fuss
Richter ordnet Freilassung an
Der frühere CNN-Moderator Don Lemon, der im Zusammenhang mit den Protesten festgenommen worden war, wurde inzwischen freigelassen. Ein Richter in Los Angeles ordnete die Freilassung ohne Kaution an.
Lemon betont weiterhin, er habe ausschliesslich journalistisch gearbeitet. Seine Anwälte sprechen von einem Angriff auf die Pressefreiheit. Auch andere festgenommene Journalistinnen und Journalisten erhoben ähnliche Vorwürfe.
Ermittlungen erhöhen den Druck
FBI untersucht Tod von Pretti
Das US-Justizministerium kündigte an, mögliche Verfassungsverletzungen im Zusammenhang mit dem Tod von Alex Pretti zu untersuchen. FBI und Heimatschutzministerium sollen klären, ob der Einsatz der Bundesbeamten rechtmässig war.
Offiziell spricht die Regierung von einer „regulären Untersuchung“. Der politische Druck wächst jedoch täglich.










