Ein hoher Milliardenverlust belastet eines der wichtigsten deutschen Beteiligungsunternehmen.
Die Porsche SE rutscht im ersten Quartal 2026 erneut tief in die roten Zahlen.
Grund ist vor allem eine massive Abschreibung auf ihre Beteiligung an Volkswagen.
Milliarden-Abschreibung drückt Ergebnis
Die Porsche SE hat im ersten Quartal 2026 einen Verlust von rund 923 Millionen Euro ausgewiesen.
Im Vorjahr lag das Minus noch bei etwa 1,08 Milliarden Euro.
Der Hauptgrund bleibt derselbe: eine Wertberichtigung auf den Beteiligungsbuchwert von Volkswagen in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro.
Was hinter der Belastung steckt
Die Entwicklung zeigt den Druck in der Autoindustrie:
- steigende Transformationskosten
- schwächere Margen bei Kernbeteiligungen
- volatile Märkte
- notwendige Umbauten in der Produktion
Die Holding der Familien Porsche und Piëch bleibt damit stark von der Entwicklung des Volkswagen-Konzerns abhängig.
Operativ bleibt das Geschäft stabiler
Trotz des hohen Verlustes fällt das bereinigte Ergebnis deutlich besser aus.
Die Porsche SE erzielte bereinigt einen Gewinn von 382 Millionen Euro.
Das entspricht jedoch einem Rückgang von gut 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Aussagen des Managements
Vorstandschef Hans Dieter Pötsch betonte, dass die Finanzstruktur weiter gestärkt worden sei.
Gleichzeitig müssten die Geschäftsmodelle der Beteiligungen an neue Marktbedingungen angepasst werden.
Besonders die laufenden Sparprogramme bei den Kernunternehmen seien entscheidend.
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Verschuldung bleibt auf hohem Niveau
Auch die Finanzlage zeigt nur geringe Bewegung.
Die Nettoverschuldung lag bei 5,15 Milliarden Euro.
Zum Jahresende 2025 waren es 5,10 Milliarden Euro.
Finanzziele bleiben bestehen
Für das Gesamtjahr hält die Porsche SE an ihren Prognosen fest:
- bereinigtes Ergebnis: 1,5 bis 3,5 Milliarden Euro
- Nettoverschuldung: 4,7 bis 5,2 Milliarden Euro
Diese Ziele gelten trotz unsicherer Marktbedingungen.
Druck durch Umbau der Autoindustrie
Die Lage der Porsche SE spiegelt eine grössere Entwicklung wider.
Die gesamte Automobilbranche befindet sich im Umbruch.
Wichtige Faktoren sind:
- Elektromobilität
- Software-getriebene Fahrzeuge
- globale Konkurrenz aus China
- Kostendruck in Europa
Diese Veränderungen wirken sich direkt auf Beteiligungen wie Volkswagen aus.






