Ein alter Brauch – und eine künftige Königin mit neuen Ideen
Weihnachten bei den Windsors folgt festen Regeln.
Doch ausgerechnet eine Tradition mit über 300 Jahren Geschichte könnte bald fallen.
Prinzessin Kate, die künftige Königin an der Seite von Prinz William, soll einen der ältesten Weihnachtsbräuche der britischen Königsfamilie infrage stellen – und damit für stillen Umbruch sorgen.
Geschenke an Heiligabend? Für Kate offenbar „seltsam“
Während in Grossbritannien traditionell am 25. Dezember Geschenke geöffnet werden, halten die Windsors bis heute an einer anderen Praxis fest: Die Bescherung findet bereits am Heiligabend statt. Ein Brauch, der für deutsche Familien selbstverständlich ist – für Prinzessin Kate jedoch offenbar nicht.
Laut einem Insider empfinde Kate diese Tradition als „seltsam“ und plane, sie abzuschaffen, sobald sie und Prinz William offiziell die Führung der Monarchie übernehmen. Dann solle es „richtige Geschenke“ am ersten Weihnachtstag geben – statt der bisherigen Scherzgeschenke am 24. Dezember.
Quelle: gmx.net
Ein Brauch mit deutschen Wurzeln
Was Kate irritiert, hat eine lange Geschichte. Die Heiligabend-Bescherung geht auf König George I. zurück, der 1714 als erster deutschstämmiger Monarch den britischen Thron bestieg. Er brachte den Brauch aus seiner Heimat mit nach England.
Später festigte Queen Victoria die deutsche Prägung des Weihnachtsfestes, als sie ihren Ehemann Prinz Albert heiratete, der im heutigen Deutschland geboren wurde. Seitdem gehört die Bescherung am 24. Dezember fest zum königlichen Weihnachtsritual.
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Ein festes Ritual mit viel Gelächter
Der Ablauf ist bis heute nahezu unverändert:
Am frühen Abend des Heiligabends versammelt sich die Familie um den Weihnachtsbaum. Die Kinder warten vor dem Raum, bis eine Glocke das Eintreffen des „Christkinds“ ankündigt. Danach werden Weihnachtslieder gesungen – und anschliessend Geschenke ausgepackt.
Besonders wichtig dabei: Humor. Die Präsente sollen vor allem für Gelächter sorgen, weniger für grossen materiellen Wert.
Prinz Harry schildert das Chaos
Prinz Harry beschrieb das Ritual in seinen Memoiren „Reserve“ aus dem Jahr 2023 eindrücklich. Dutzende Familienmitglieder hätten gleichzeitig begonnen, Geschenke auszupacken – ein wildes Durcheinander aus Stimmen, Geschenkpapier und Schleifen.
Er nannte es eine „deutsche Tradition“, die selbst die Umbenennung des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha zu Windsor im Jahr 1917 überlebt habe – eine Massnahme, die damals aus Angst vor antideutscher Stimmung im Ersten Weltkrieg erfolgte.
Ein leiser Bruch mit der Vergangenheit
Sollte Kate ihre Pläne umsetzen, wäre das ein symbolischer Bruch mit einer jahrhundertealten Tradition. Statt Heiligabend-Bescherung würde sich die Königsfamilie künftig an die landesübliche Praxis halten – Geschenke am Morgen des 25. Dezember.
Beobachter werten dies als weiteres Zeichen dafür, dass William und Kate die Monarchie vorsichtig modernisieren wollen – ohne grosse Gesten, aber mit klaren Signalen.










