Kaum Belastung – doch einige Betriebe im Fokus
Gute Nachrichten für Konsumentinnen und Konsumenten:
Im Kanton Zürich ist die Milch grösstenteils sauber.
Ein gross angelegtes Monitoring zeigt: In fast 90 % der Proben wurden keine oder nur minimale PFAS-Rückstände gefunden.
Was steckt hinter PFAS?
PFAS sind sogenannte „Ewigkeitschemikalien“.
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen werden seit den 1970er-Jahren eingesetzt – etwa in:
- Feuerlöschschäumen
- Verpackungen
- Beschichtungen
Das Problem:
Sie bauen sich in der Umwelt kaum ab und gelangen so in Wasser, Böden und Lebensmittel.
Die Ergebnisse im Überblick
Das kantonsweite Monitoring liefert klare Zahlen:
- 732 Betriebe nahmen teil
- 89 % ohne oder kaum Rückstände
- 11 % über dem Richtwert
Wichtig:
Die Teilnahme war freiwillig – dennoch machten fast alle Milchviehbetriebe mit.
Welche Substanz wurde gefunden?
In den belasteten Proben wurde ausschliesslich Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) nachgewiesen.
- Seit 2011 in der Schweiz verboten
- Früher weit verbreitet
- Besonders langlebig in Umwelt und Nahrungskette
Unterstützung für betroffene Betriebe
Der Kanton lässt die Landwirte nicht allein:
Betriebe mit erhöhten Werten erhalten Unterstützung durch:
- Strickhof
- Zürcher Bauernverband
Mögliche Massnahmen:
- Anpassung von Futter
- Kontrolle von Trinkwasser
- Ursachenanalyse im Betrieb
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Besteht eine Gesundheitsgefahr?
Die kurze Antwort: Nein – aktuell nicht akut.
Laut aktuellem Wissensstand:
- Einzelne belastete Lebensmittel stellen keine unmittelbare Gefahr dar
- Dennoch können PFAS langfristig Risiken bergen, etwa:
- Beeinträchtigung des Immunsystems
- Stoffwechselstörungen
- mögliche Krebsrisiken
Ziel bleibt: Belastung möglichst tief halten
Schweizweite Einordnung
Auch national zeigt sich ein ähnliches Bild:
- Grenzwerte bei Fleisch, Fisch und Eiern werden meist eingehalten
- Milchprodukte überschreiten Richtwerte nur vereinzelt
Das Monitoring im Kanton Zürich liefert damit eine wichtige Datengrundlage für die Zukunft.






