Ihre Stimme zittert – doch ihre Botschaft ist glasklar.
Paris Hilton bricht vor dem US-Kongress ihr jahrelanges Schweigen und nennt das, was ihr 2004 widerfuhr, beim Namen: Missbrauch.
Kampf gegen Deepfake-Pornografie
Mit einer emotionalen Rede hat sich Paris Hilton (44) vor dem US-Kongress für strengere Gesetze gegen KI-generierte pornografische Inhalte eingesetzt. Gemeinsam mit der demokratischen Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez unterstützt sie den sogenannten DEFIANCE Act, der Opfern von Deepfake-Pornografie rechtliche Mittel gegen Urheber und Verbreiter geben soll.
Dabei sprach Hilton erstmals so offen wie nie über das Sexvideo, das 2004 ohne ihre Zustimmung veröffentlicht wurde, wie gmx.ch berichtet.
„Als ich 19 Jahre alt war, wurde ein privates, intimes Video ohne meine Zustimmung veröffentlicht. Die Leute nannten es einen Skandal. Das war es nicht. Es war Missbrauch.“
„Sie haben meinen Schmerz für Klicks verkauft“
Die Ereignisse von damals verfolgen Hilton bis heute. Es habe keinerlei Schutzmechanismen gegeben, sagte sie vor dem Kongress.
„Sie haben mich beschimpft, ausgelacht und zur Zielscheibe gemacht. Sie haben meinen Schmerz für Klicks verkauft – und mir gesagt, ich solle dankbar sein.“
Niemand habe sie als junge Frau gesehen, die ausgebeutet wurde. Stattdessen habe sie die Kontrolle über ihren Körper, ihren Ruf und ihr Sicherheitsgefühl verloren.
Breaking News direkt aufs Smartphone
Verpasse keine Eilmeldung mehr – jetzt den imTicker WhatsApp-Kanal abonnieren:
imTicker auf WhatsApp abonnieren
Neue Bedrohung durch künstliche Intelligenz
Mit dem Aufkommen von KI habe sich das Problem massiv verschärft. Hilton sprach von einer regelrechten Epidemie:
über 100.000 KI-generierte Deepfake-Bilder von ihr
keines davon echt oder einvernehmlich
dauerhafte psychische Belastung
„Jedes neue Bild bringt dieses Gefühl zurück – die Angst, dass jemand es gerade sieht und glaubt, es sei echt.“
„Ich stehe hier ohne Scham“
Besonders bewegend wurde Hiltons Rede, als sie über ihre zweijährige Tochter sprach. Sie wolle eine Welt schaffen, in der Kinder besser geschützt seien als sie selbst es damals war.
Begleitet wurde sie von ihrem Ehemann Carter Reum. Zum Abschluss sagte Hilton:
„Ich bin Paris Hilton. Eine Frau, eine Ehefrau, eine Mutter, eine Überlebende. Und was mir angetan wurde, war falsch.“










