Papst Leo XIV. hat angesichts wachsender Sorgen über die Risiken Künstlicher Intelligenz zu einem breiten Dialog aufgerufen. Auf dem Rückflug von seinem Frankreich-Besuch nach Rom sagte er, die Warnungen von KI-Experten müssten ernst genommen werden. Gleichzeitig betonte der Papst, selbst keine Angst vor der Entwicklung zu haben.
Papst will Risiken von KI ernst nehmen
„Das ist ein Problem, zu dem wir uns zusammensetzen und reden müssen“, sagte Leo XIV. auf dem päpstlichen Flugzeug. Er sprach sich damit für einen Austausch zwischen Politik, Technologieunternehmen, Experten und weiteren gesellschaftlichen Gruppen aus.
Der Papst verwies auf seine bereits im Frühjahr veröffentlichte Enzyklika, in der er sich ausführlich mit den Chancen und Risiken Künstlicher Intelligenz beschäftigt hatte. Besonders die möglichen langfristigen Folgen leistungsfähiger KI-Systeme beschäftigen ihn.
Auf die Frage, ob er wegen möglicher Szenarien einer Zerstörung der Menschheit durch KI in Panik gerate, antwortete Leo XIV. sinngemäss, dass dies nicht der Fall sei. Er schlafe nachts ruhig. Laut GMX hält der Papst die Warnungen von KI-Fachleuten dennoch für ernstzunehmend und plädiert dafür, sich nicht einfach auf die Annahme zu verlassen, dass schon nichts passieren werde.
Indirekte Kritik an Trump
Mit seinen Äusserungen bezog sich Leo XIV. auch auf die kontroverse Debatte über die Risiken fortgeschrittener KI. US-Präsident Donald Trump hatte Warnungen vor einer möglichen ausser Kontrolle geratenen KI zuvor als „Hoax“ bezeichnet.
Der Papst widersprach dieser Einschätzung indirekt. Es seien nicht einfach „Fake News“, wenn Experten auf mögliche Gefahren hinwiesen. Gleichzeitig vermied Leo XIV. eine direkte persönliche Auseinandersetzung und stellte vor allem die Notwendigkeit eines sachlichen Dialogs in den Mittelpunkt.
Vatikan arbeitet an KI-Fragen
Der Vatikan hat bereits eine eigene Kommission eingerichtet, die sich mit Künstlicher Intelligenz beschäftigt. Nach Angaben des Papstes geht es unter anderem darum, Wege zu finden, damit die Technologie nicht irgendwann die Menschheit verdrängen oder existenziell gefährden könnte.
Leo XIV. zeigte sich trotz seiner Warnungen grundsätzlich optimistisch. Er glaube, dass es genügend Menschen gebe, die sich ernsthaft mit den Risiken auseinandersetzen und gemeinsam nach Lösungen suchen wollten.
Auch innerhalb der Technologiebranche gibt es unterschiedliche Positionen darüber, wie stark KI reguliert werden sollte. Einige führende Unternehmen und Experten fordern zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen, während andere vor zu starken Einschränkungen warnen.






