Ein Moment, der ein ganzes Land berührt:
Papst Leo steht am Ort einer der schlimmsten Katastrophen des Libanon und spricht ein stilles Gebet.
Tausende strömen am frühen Morgen an den Hafen von Beirut, um ihm zuzuhören – in einem Land, das selten so viel Hoffnung verspürt.
Gebet am Ort der Tragödie
Laut nytimes.com begann Papst Leo XIV. seinen letzten Besuchstag im Libanon mit einem stillen Gebet an der Stelle, an der 2020 mehr als 2.700 Tonnen Ammoniumnitrat explodierten und die Stadt verwüsteten.
Der Papst traf sich dort auch mit Angehörigen der Opfer, die bis heute auf Gerechtigkeit warten. Die Explosion tötete Hunderte, verletzte Tausende und zerstörte ganze Stadtteile – das Symbol einer kollektiven Wunde, die bis heute offen ist.
Tausende Menschen bei der Messe am Hafen
Nach dem Gebet zelebrierte Papst Leo eine grosse Messe direkt am Mittelmeer.
Bereits im Morgengrauen machten sich Familien, junge Menschen und ältere Gläubige zu Fuss auf den Weg, da die Zufahrtsstrassen gesperrt waren.
Viele sprachen von einem „Moment, den wir nie vergessen werden“.
Was die Menschen bewegt:
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Hoffnung auf Frieden trotz anhaltender Spannungen mit Israel
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Sehnsucht nach Einheit in einem politisch zerrissenen Land
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Dankbarkeit für die internationale Aufmerksamkeit
Ein Besuch in Zeiten tiefster Krisen
Der Libanon erlebt seit Jahren eine beispiellose Notlage:
Politik & Krieg
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brüchiger Waffenstillstand mit Israel
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schwere Zerstörungen im Süden
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über eine Million Vertriebene laut Regierungsangaben
Wirtschaft
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Währungszerfall seit 2019
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massenhafte Geschäftsaufgaben
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Verlust von Ersparnissen und Arbeitsplätzen
Gesellschaft
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Proteste gegen Korruption
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kaum funktionierende Grundversorgung
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Explosion von 2020 als kollektives Trauma
Papst Leo bezeichnete den Libanon als „Land der Hoffnung“ und versprach, die Anliegen des Volkes im Vatikan stark zu machen.
Bewegende Stimmen aus der Bevölkerung
Viele Menschen sprachen von einer seltenen Geste der Solidarität.
Joelle Korom, 42:
„Als er aus dem Flugzeug stieg, fühlte es sich an, als sei ein Retter gekommen.“
Paula Chedid, 45:
„Die Welt hat uns vergessen. Vielleicht bringt diese Reise Frieden und Wandel.“
Andere äusserten Kritik daran, dass Strassen plötzlich asphaltiert und Sicherheitszonen aufgebaut wurden – Massnahmen, die viele Bürger seit Jahren vergeblich fordern.










