Ein Routinebetrieb auf hoher See verwandelt sich in eine medizinische Krisensituation.
Auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik sind mehrere Menschen im Zusammenhang mit einer Infektion durch das Hantavirus gestorben.
Die Weltgesundheitsorganisation spricht von einer ernsten Lage an Bord.
WHO meldet mehrere Todesfälle auf hoher See
Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind auf dem Schiff «Hondius» mehrere Menschen mutmasslich an den Folgen einer Hantavirus-Infektion gestorben.
Insgesamt wurden drei Todesfälle gemeldet.
Zudem sind weitere Personen infiziert oder stehen unter medizinischer Beobachtung.
Was über das Hantavirus bekannt ist
Das Hantavirus wird in der Regel durch Kontakt mit Ausscheidungen von Nagetieren übertragen.
In seltenen Fällen ist auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich.
Typische Symptome können sein:
- Fieber
- Atemprobleme
- schwere Lungenerkrankungen
In schweren Fällen kann die Infektion lebensbedrohlich verlaufen.
Medizinischer Notfall auf dem Schiff «Hondius»
Der Betreiber Oceanwide Expeditions bestätigte eine «ernste medizinische Notlage» an Bord.
Demnach:
- sind drei Personen gestorben
- mehrere weitere sind infiziert
- zwei Crew-Mitglieder benötigen medizinische Versorgung
Eine Person wird laut WHO intensivmedizinisch in Südafrika behandelt.
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Verlauf der Reise und aktuelle Lage
Laut Berichten startete die «Hondius» ihre Reise in Ushuaia im Süden Argentiniens.
Das Schiff hat eine Kapazität von rund:
- 170 Passagieren
- 70 Crew-Mitgliedern
Zuletzt befand sich das Schiff auf dem Weg Richtung Kap Verde.
Ermittlungen und medizinische Abklärungen
Die WHO hat eine epidemiologische Untersuchung eingeleitet.
Bislang wurde ein Fall im Labor bestätigt, weitere gelten als Verdachtsfälle.
Die genaue Infektionsquelle ist noch nicht geklärt.
Reaktionen von WHO und Betreiber
Die WHO überwacht die Situation und koordiniert medizinische Massnahmen.
Der Betreiber Oceanwide Expeditions spricht von einem aussergewöhnlichen und tragischen Ereignis.
Die restlichen Passagiere und Crew-Mitglieder erhalten medizinische Betreuung.
Ein seltenes, aber ernstes Infektionsgeschehen
Hantavirus-Ausbrüche auf Schiffen gelten als extrem selten.
Dennoch zeigen solche Fälle, wie schnell sich Infektionen unter engen Bedingungen verbreiten können.
Risikofaktoren an Bord können sein:
- geschlossene Räume
- internationale Besatzung
- mögliche Kontamination durch Nagetiere
Der Vorfall auf der «Hondius» wirft Fragen zur Sicherheit auf Kreuzfahrten auf hoher See auf.
Während die medizinischen Abklärungen laufen, bleibt die Lage an Bord angespannt.







