Rassistische und sexistische Sprüche – mitten in der Polizeiausbildung.
Fünf Polizeischüler aus vier Ostschweizer Korps wurden per sofort freigestellt.
Der Fall zeigt: Für Diskriminierung gilt bei Ostpol eine Nulltoleranz.
Was passiert ist
Rassistische und sexistische Inhalte intern verbreitet
Im Oktober und November 2025 verbreiteten fünf Polizeischüler in nicht-öffentlichen Bereichen der Polizeischule Ostschweiz (PSO) Inhalte, die:
rassistisch
sexistisch
diskriminierend
waren.
Diese Verstösse wurden durch interne Hinweise bekannt – und danach konsequent aufgearbeitet.
Sofortige Konsequenzen für fünf Korps
Schüler aus vier Polizeiorganisationen betroffen
Freigestellt wurden Polizeischüler aus:
Kantonspolizei Graubünden (2 Personen)
Kantonspolizei Thurgau (1 Person)
Kantonspolizei St.Gallen (1 Person)
Stadtpolizei St.Gallen (1 Person)
Für sie ist die Ausbildung an der PSO beendet.
Die Kommandantin und die Kommandanten von Ostpol sowie die Schuldirektion der PSO verurteilen das Verhalten schärfstens.
Verstoss gegen klare Regeln und Ethikstandards
Die Ermittlungen ergaben, dass die fünf Schüler gegen:
die Schulordnung der PSO
den Europäischen Kodex für Polizeiethik
verstossen haben.
Diese Vorgaben verlangen von angehenden Polizistinnen und Polizisten:
Integrität
Respekt
Gleichbehandlung
vorbildliches Verhalten
Solches Verhalten sei „mit dem Polizeiberuf nicht vereinbar“.
Ostpol: Nulltoleranz bei Diskriminierung
Klare Haltung des Polizeikonkordats
Das Ostschweizer Polizeikonkordat ostpol.ch betont:
«Bei rassistischen und sexistischen Äusserungen, Mobbing, Diskriminierung und Extremismus gilt Nulltoleranz.»
Damit wollen die Polizeikorps ein starkes Zeichen setzen – nach innen und aussen.
Externe Meldestelle hat funktioniert
Als positiv gewertet wird, dass die von der PSO eingerichtete externe, unabhängige Meldestelle für Sexismus, Rassismus und Mobbing in diesem Fall entscheidend war.
Der Vorfall wurde gemeldet, geprüft und führte unmittelbar zu Konsequenzen.
Ausbildung soll stärker auf Prävention setzen
Mehr Fokus auf heikle Themen
Die Verantwortlichen kündigen an, die Inhalte in der Ausbildung künftig noch stärker zu gewichten:
Sexismus
Rassismus
Diskriminierung
Mobbing
extremistische Tendenzen
Die PSO will ihre Präventions- und Sensibilisierungsarbeit weiter ausbauen.
Wer gehört zu Ostpol?
Dem Polizeikonkordat ostpol.ch gehören an:
AI/AR
Glarus
Graubünden
St.Gallen
Thurgau
Schaffhausen
Stadtpolizeien Chur & St.Gallen
Landespolizei Liechtenstein
Es bildet damit den sicherheitspolitischen Verbund der Ostschweiz.










