Warnung aus der Industrie
Ohne ein Stromabkommen mit der EU drohen der Schweiz erhebliche Nachteile.
Das sagt zumindest die Chefin des Industriekonzerns Sulzer, Suzanne Thoma.
Sie warnt vor Informationslücken, höheren Kosten und einem möglichen Risiko für die Versorgungssicherheit.
EU-Strommarkt: Warum das Abkommen wichtig ist
Laut Thoma würde die Schweiz ohne Abkommen kaum mehr am europäischen Stromaustausch teilnehmen.
Das hätte mehrere Folgen:
- weniger Zugang zu Echtzeitdaten im Stromnetz
- erschwerte Netzstabilität
- höhere Kosten für Unternehmen und Haushalte
- geringere Versorgungssicherheit in Ausnahmesituationen
Die Schweiz sei stark in den europäischen Energiemarkt eingebunden – ohne klare Regeln entstünden Unsicherheiten.
Warnung vor dem Worst Case
Besonders deutlich wird Thoma beim Thema Blackout.
Ein grosser Stromausfall könnte laut ihrer Einschätzung rund eine Milliarde Franken pro Tag kosten.
Zwar sei ein solches Szenario extrem, doch schon kleinere Störungen könnten teuer werden.
Sie warnt zudem:
- Die EU habe kein Interesse an einem Blackout in der Schweiz
- Im Ernstfall sei aber unklar, wie genau reagiert würde
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Mehr Kosten und Druck für die Industrie
Wahrscheinlicher als ein Blackout seien laut Thoma steigende Systemkosten.
Das würde vor allem betreffen:
- energieintensive Industrie
- Haushalte
- international tätige Unternehmen
Die Schweiz stehe ohnehin unter wirtschaftlichem Druck – etwa durch globale Handelsbedingungen und steigende Anforderungen an lokale Produktion.
Stimmen aus der Wirtschaft
Die Aussagen von Thoma wurden in einem Interview mit CH-Media-Zeitungen veröffentlicht.
Sie betont, dass es beim Stromabkommen nicht nur um Energie gehe, sondern um die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Schweiz.
Auch die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit im Energiesektor wird hervorgehoben.
Stromnetz Europa
Die Schweiz ist stark in das europäische Stromnetz eingebunden, ohne jedoch vollständig Teil des EU-Strommarkts zu sein.
Ein formelles Abkommen könnte den Datenaustausch, die Netzsteuerung und die Krisenkoordination verbessern.
Einordnung der Expertin
Suzanne Thoma sieht die Situation klar:
Ohne Abkommen drohten Nachteile bei Stabilität, Kosten und Informationsfluss – mit direkten Auswirkungen auf Wirtschaft und Versorgung.






