Nach dem Tod von König Harald V. am Freitag steht auch der norwegische Sport im Zeichen der Trauer. Der Fussballverband NFF verschiebt die Spiele der höchsten nationalen Ligen für 48 Stunden. Breitensport soll dagegen grundsätzlich stattfinden. Auch andere Sportverbände haben ihre Aktivitäten angepasst.
Fussballspiele werden um 48 Stunden verschoben
Wie GMX berichtet, hat der norwegische Fussballverband auf den Tod des Monarchen reagiert und die Spiele auf den höchsten nationalen Ebenen für 48 Stunden verschoben. Betroffen sind unter anderem die Eliteserien, die OBOS-Liga und weitere nationale Spielklassen.
Die gesamte Runde der Eliteserien soll nun am Sonntag, 30. August, ausgetragen werden. Auch Spiele der höchsten Frauenliga und weiterer nationaler Ligen werden verschoben. Im Breitensport sowie im Kinder- und Jugendfussball können die Partien dagegen grundsätzlich wie geplant stattfinden. Vereine und regionale Verbände dürfen jedoch eigene Entscheidungen treffen.
Die Entscheidung begründete NFF-Präsidentin Lise Klaveness mit der nationalen Trauer. Die Gedanken des Fussballverbands seien bei der Königsfamilie. Bei internationalen Spielen norwegischer Mannschaften und Nationalteams sollen zudem Trauerflor getragen und weitere Gedenkaktionen geprüft werden.
Auch andere Sportarten reagieren
Die Trauer um Harald V. betrifft nicht nur den Fussball. Das norwegische Sportbund NIF empfiehlt, grössere Sportveranstaltungen und Spitzensportanlässe am Todestag sowie in den darauffolgenden Tagen gegebenenfalls abzusagen oder zu verschieben.
Veranstaltungen im Breiten-, Kinder- und Jugendbereich sollen grundsätzlich weitergeführt werden. Bei Wettbewerben, die stattfinden, wird eine ruhige und würdige Durchführung empfohlen. Norwegische Sportlerinnen und Sportler können bei internationalen Einsätzen Trauerflor tragen.
Auch im Handball wurden Anpassungen geprüft. Der Handballverband erklärte zunächst, dass Spiele auf höchster Ebene verschoben werden könnten, während Begegnungen auf den übrigen Ebenen grundsätzlich wie geplant stattfinden sollen.
Harald V. war eng mit dem Sport verbunden
König Harald V. galt über Jahrzehnte als besonders sportbegeisterter Monarch. Vor allem dem Segelsport war er eng verbunden. Er nahm dreimal an Olympischen Spielen teil und blieb auch im hohen Alter aktiv.
Der König war zudem Ehrenpräsident des Weltverbands der Segelsportarten. Seine Verbundenheit mit dem Sport wurde auch nach seinem Tod von verschiedenen norwegischen Sportorganisationen hervorgehoben. Das norwegische Sportbund bezeichnete Harald in einem Nachruf als den «idrettskonge», also als Sportkönig.
Haaland verabschiedet sich von König Harald
Auch Fussballstar Erling Haaland nahm öffentlich Abschied vom Monarchen. Der norwegische Nationalspieler hatte König Harald erst wenige Wochen zuvor in Oslo getroffen, nachdem die norwegische Nationalmannschaft bei der WM 2026 in Nordamerika erfolgreich abgeschnitten hatte.
Haaland würdigte den verstorbenen König mit persönlichen Worten und erinnerte an die Begegnung. Der Stürmer von Manchester City gehörte zu jener norwegischen Mannschaft, die bei der Weltmeisterschaft bis ins Viertelfinale kam und dort gegen England ausschied.
König Harald V. starb am Freitag, 28. August, um 6.35 Uhr im Rikshospitalet in Oslo. Er wurde 89 Jahre alt und hatte seit 1991 als König von Norwegen regiert. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn den Thron als König Haakon VIII.






