Der norwegische Fussballverband will wegen des umstrittenen Balogun-Falls eine formelle Beschwerde bei der FIFA einreichen. Im Mittelpunkt steht die aufgehobene Sperre des US-Stürmers nach einer Roten Karte sowie ein angebliches Telefonat zwischen Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino.
Norwegen kritisiert Umgang mit Balogun-Sperre
Der Fall um Folarin Balogun sorgt nach der Fussball-Weltmeisterschaft weiterhin für Diskussionen. Der US-Nationalspieler durfte trotz einer Roten Karte im Achtelfinale gegen Belgien auflaufen, nachdem seine Sperre kurzfristig aufgehoben worden war.
Norwegens Verbandspräsidentin Lise Klaveness kündigte nun an, den Vorgang offiziell bei der FIFA zu thematisieren. Sie fordert eine vollständige Aufklärung der Entscheidungen und kritisiert insbesondere den Einfluss von aussen auf den Weltverband.
Laut GMX erklärte Klaveness in einem Interview mit der britischen Zeitung «The Times», dass Norwegen die Angelegenheit nicht ignorieren werde. Besonders das angebliche Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino müsse aus ihrer Sicht geklärt werden.
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Kritik an FIFA und möglicher Einflussnahme
Die Aufhebung der Sperre von Balogun wurde im Umfeld der WM stark kritisiert. Nach einer Roten Karte hätte der US-Stürmer eigentlich für das Achtelfinalspiel gegen Belgien aussetzen müssen.
Die Entscheidung, die Sperre aufzuheben, sorgte für Verwunderung, da ein vergleichbarer Vorgang in der jüngeren WM-Geschichte ungewöhnlich ist. Balogun stand schliesslich in Seattle auf dem Platz, konnte die 1:4-Niederlage der USA gegen Belgien jedoch nicht verhindern.
Klaveness warnte vor möglichen Folgen für die Glaubwürdigkeit des Fussballs. «Wer gegen eine solche Regel verstösst, begibt sich auf einen gefährlichen Weg und gefährdet den gesamten Sport», erklärte die norwegische Verbandspräsidentin.
FIFA soll Vorgang vollständig prüfen
Der norwegische Verband will nach eigenen Angaben nicht nur die sportliche Entscheidung hinterfragen, sondern auch die Abläufe rund um die Kommunikation zwischen den Beteiligten untersuchen.
Im Fokus steht dabei die Frage, ob politische Einflussnahme eine Rolle bei der Entscheidung gespielt haben könnte. Klaveness kritisierte zudem, dass FIFA-Verantwortliche den Eindruck erweckt hätten, den Vorgang nicht transparent behandeln zu wollen.
Die FIFA hat sich bislang nicht ausführlich zu den Vorwürfen geäussert. Eine offizielle Reaktion auf die angekündigte Beschwerde Norwegens steht noch aus.






