Meere speichern mehr Wärme als je zuvor – mit globalen Folgen
Was unter der Wasseroberfläche passiert, bleibt oft unsichtbar.
Doch die neuesten Daten sind alarmierend: Die Ozeantemperaturen haben 2025 einen neuen Rekordwert erreicht. Noch nie seit Beginn der Messungen haben die Weltmeere so viel Wärme gespeichert wie im vergangenen Jahr.
Forscher sprechen von einem historischen Wendepunkt im Klimasystem.
Internationale Studie zeigt dramatischen Anstieg
Eine internationale Forschungsgruppe mit mehr als 50 Wissenschaftlern hat den Wärmezustand der Ozeane umfassend analysiert. Das Ergebnis: Der globale Wärmegehalt der Meere stieg 2025 stärker an als in jedem anderen Jahr zuvor.
Der zusätzliche Wärmeeintrag belief sich auf 23 Billionen Joule – eine Energiemenge, die dem weltweiten Energieverbrauch von rund 37 Jahren entspricht.
Laut ansa.it unterstreicht die Studie, wie stark sich die vom Menschen verursachte Erderwärmung inzwischen in den Ozeanen manifestiert.
Forschung aus Italien mit globaler Bedeutung
Die Analyse wurde in der Fachzeitschrift „Advances in Atmospheric Sciences“ veröffentlicht. Beteiligt waren unter anderem:
-
das Institut für Meereswissenschaften des Nationalen Forschungsrats in Rom
-
das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie in Bologna
Die Forschenden nutzten weltweite Messdaten aus Bojen, Satelliten und Tiefseeinstrumenten, um den Wärmegehalt der Ozeane präzise zu berechnen.
Breaking News direkt aufs Smartphone
Verpasse keine Eilmeldung mehr – jetzt den imTicker WhatsApp-Kanal abonnieren:
imTicker auf WhatsApp abonnieren
Warum warme Ozeane so gefährlich sind
Die Ozeane wirken als Wärmespeicher des Klimasystems. Rund 90 Prozent der überschüssigen Wärme durch den Klimawandel wird von ihnen aufgenommen. Doch diese Pufferfunktion hat Folgen:
-
häufigere und intensivere marine Hitzewellen
-
steigender Meeresspiegel durch thermische Ausdehnung
-
Belastung von Korallenriffen und Ökosystemen
-
Verstärkung extremer Wetterereignisse an Land
Je wärmer die Meere werden, desto stärker geraten globale Klimamuster aus dem Gleichgewicht.
Kein Ausreisser, sondern ein Trend
Die Forscher betonen: Der Rekord von 2025 ist kein Einzelfall, sondern Teil eines langfristigen, sich beschleunigenden Trends. Jeder neue Rekord verschiebt die Ausgangslage für kommende Jahre weiter nach oben.
Selbst kurzfristige Abkühlungsphasen können diesen langfristigen Wärmeanstieg nicht mehr ausgleichen.










