Sie rufen «No Kings» – keine Könige.
Und meinen damit den Präsidenten der Vereinigten Staaten.
In Dutzenden Städten gehen Menschen auf die Strasse, werfen der Regierung autoritäre Tendenzen vor und sprechen offen von «Faschisten im Weissen Haus».
Proteste in allen 50 Bundesstaaten
Unter dem Motto «No Kings» mobilisierten zivilgesellschaftliche Gruppen landesweit zu Demonstrationen. Nach Angaben der Organisatoren waren rund 3000 Kundgebungen in allen US-Bundesstaaten geplant. Die Zahl der Teilnehmenden soll in die Millionen gehen – unabhängig überprüfbar sind diese Zahlen nicht.
In Washington zogen Zehntausende über die Memorial Bridge in Richtung Innenstadt. Beobachter berichten von einem breiten Teilnehmerfeld – darunter viele ältere Menschen, Familien und Veteranen.
Sprechchöre richteten sich direkt gegen Donald Trump. Auf Schildern war zu lesen:
«Faschisten im Weissen Haus»
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Wut über mehrere politische Entscheidungen
Die Gründe für die Proteste sind vielfältig:
- Razzien von Bundesbehörden in US-Städten
- Migrationspolitik und harte Einsätze gegen Migranten
- Aussenpolitische Spannungen, unter anderem mit dem Iran
- Symbolpolitik rund um das Weisse Haus und Kulturinstitutionen
Auch die Rolle von Trumps Vizestabschef Stephen Miller wurde auf Transparenten scharf kritisiert.
Zentrale Grosskundgebung in Minnesota
Als Herzstück der Proteste gilt eine Grossveranstaltung in St. Paul. Dort wurden bis zu 100’000 Menschen erwartet.
Zu den angekündigten Unterstützern zählen:
- Bruce Springsteen
- Joan Baez
- Jane Fonda
- Bernie Sanders
Hintergrund sind umstrittene Einsätze von Bundesbehörden, bei denen laut Berichten zwei US-Bürger durch Schüsse ums Leben kamen.
«Ein anderes Amerika zeigen»
Mehrere Demonstrierende betonten gegenüber Reportern, dass sie auch international ein Zeichen setzen wollen. Die Welt solle sehen, dass es in den USA grossen Widerstand gegen die aktuelle Regierungspolitik gebe.
Auch in deutschen Städten formierten sich Solidaritätskundgebungen.
Reaktion aus dem Weissen Haus
Eine Sprecherin des Weissen Hauses bezeichnete die Proteste im Vorfeld als Treffen einer kleinen, von linken Netzwerken unterstützten Gruppe ohne breite Rückendeckung in der Bevölkerung.






