Am Samstagnachmittag kam es in Sitten zu einer unerlaubten Demonstration.
Trotz Verbots versammelten sich rund 300 Personen – die Polizei musste eingreifen.
Was nach einem gefährlichen Aufmarsch aussah, endete erstaunlich ruhig.
Was am Samstag in Sitten geschah
Die nicht bewilligte „pro-palästinensische“ Demonstration begann gegen 14 Uhr beim Bahnhof Sitten.
Obwohl die Stadt und der Staatsrat die Kundgebung zuvor verboten hatten, folgten rund 300 Personen dem Aufruf.
Unter den Teilnehmenden befanden sich laut Polizei auch mehrere Dutzend gewaltbereite Krawallmacher.
Ein geplanter Marsch Richtung Stadtzentrum konnte jedoch durch ein grosses Polizeiaufgebot verhindert werden.
Gegen 16.45 Uhr versuchte eine Gruppe von etwa hundert Personen, die Sperre beim Bahnhof zu durchbrechen – ohne Erfolg.
Die Kantonspolizei konnte die Lage unter Kontrolle halten.
Massnahmen der Polizei
-
8 Wegweisungen und Betretungsverbote gegen Demonstrierende mit gefährlichem Material
-
4 Strafanzeigen, u. a. wegen eines Bisses einer Demonstrantin gegen eine Polizistin
-
34 Personenkontrollen
-
Sichergestellte Gegenstände:
-
Ketten
-
Sturmhauben
-
Verstärkte Handschuhe
-
Stöcke
-
Gasmasken
-
Messer
-
Pfefferspray
-
Unterstützung vor Ort
Die Kantonspolizei Wallis wurde unterstützt von:
-
Feuerwehr Sitten
-
Kantonaler Walliser Rettungsorganisation
Die Auflösung der Demonstration erfolgte um 17.45 Uhr, ruhig und ohne Zwangsmittel.
Weder Verletzte noch Sachschäden wurden gemeldet.
Warum die Demo verboten war
Die Stadt Sitten hatte bereits am 16. September 2025 die geplante „pro-palästinensische“ Demonstration untersagt.
Begründung: fehlende Sicherheitsvorkehrungen.
Der Entscheid wurde später vom Staatsrat bestätigt.
Trotz dieser klaren rechtlichen Lage zogen die Organisatoren das Vorhaben durch – ein Risiko, das nun juristische Konsequenzen haben dürfte.










