Stadt will Kasernenstrasse spürbar entlasten
In Chur GR steht ein wichtiges Verkehrsprojekt vor dem nächsten Schritt.
Ab Ende Januar können Bevölkerung und Interessierte das Projekt «Anschluss Rosenhügel» öffentlich einsehen.
Ziel ist eine Neuordnung der Verkehrsströme und eine nachhaltige Entlastung stark belasteter Stadtachsen.
Verkehrsachsen in Chur stark belastet
Handlungsbedarf in Spitzenzeiten
Die Stadt Chur ist über die Anschlüsse Chur Nord und Chur Süd an das Autobahnnetz angebunden.
Besonders während der Spitzenstunden sind die Kasernenstrasse, die Masanserstrasse sowie das Gebiet Welschdörfli stark belastet.
Im Rahmen der Mobilitätsstrategie Chur 2030 soll der neue Anschluss Rosenhügel diese Situation entschärfen.
Projekt mit langer Vorgeschichte
Die Idee, das Stadtzentrum stärker über die Südumfahrung zu erschliessen, reicht bis in die 1990er-Jahre zurück.
Mit der Aufnahme in das Agglomerationsprogramm des Bundes wurde das Projekt neu lanciert und vom Tiefbauamt Graubünden gemeinsam mit der Stadt Chur weiterentwickelt.
Kernstück: Neuer Knoten mit Lichtsignalanlage
Direkte Verbindung ins Stadtzentrum
Der bestehende Anschluss Rosenhügel wird zu einem lichtsignalgesteuerten Verkehrsknoten umgebaut.
Künftig kann der Verkehr vom Autobahnanschluss Chur Süd:
über die Südumfahrung
via Malixerstrasse
und Obertor
direkt in Richtung Stadtzentrum Chur geführt werden.
Für alle Zufahrten sind separate Warteräume vorgesehen.
So erhält die Südumfahrung unter anderem eine rund 150 Meter lange Linksabbiegespur.
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Mehr Platz – auch fürs Velo
Die zusätzlichen Fahrstreifen erfordern eine talseitige Verbreiterung der Malixer- und eines Teilabschnitts der Julierstrasse.
Damit kann bergwärts ein durchgehender Velostreifen realisiert werden – ein klarer Mehrwert für den Langsamverkehr.
Neue Vortrittsregelung beim Obertor
Kasernenstrasse verliert Vortritt
Im Bereich Obertor/Welschdörfli wird die Vortrittsregelung angepasst:
Malixerstrasse erhält Vortritt
Verkehr aus dem Welschdörfli Richtung Stadtzentrum ist künftig wartepflichtig
Der öffentliche Verkehr bleibt davon unberührt.
Eine Buspriorisierung mit Lichtsignalanlage ist vorgesehen, wie René Simeon vom Tiefbauamt Graubünden erklärt.
Kreuzung Sommerau wird angepasst
Um den Verkehr gezielt zum Anschluss Rosenhügel zu lenken, wird auch die Kreuzung Sommerau neu organisiert:
zwei Fahrstreifen Richtung Südumfahrung / Rosenhügel
ein Fahrstreifen Richtung Stadtzentrum Chur

Lärmschutz für Anwohnende
Mit der stärkeren Nutzung der Südumfahrung nimmt dort auch der Verkehr zu.
Ein Lärmgutachten sieht deshalb zwischen Sommerau und Rosenhügel eine Lärmschutzwand vor.
Weitere Massnahmen in Prüfung
Parallel prüft die Stadt Chur flankierende Verkehrslenkungen, darunter:
eine einspurige Verkehrsführung durchs Welschdörfli stadtauswärts
Ziel ist es, unerwünschten Mehrverkehr zu verhindern. Diese Massnahmen sind nicht Teil der aktuellen Auflage, sollen aber in den kommenden Monaten konkretisiert werden.
Zeitplan und Kosten
Öffentliche Auflage: ab 26. Januar 2026
Baustart: geplant ab 2028
Bauzeit: 3 bis 4 Jahre
Gesamtkosten: rund 18,7 Mio. Franken
Bundesbeitrag: ca. 3,7 Mio. Franken
Restkosten: Kanton Graubünden & Stadt Chur










