Stundenlange Staus vor dem Gotthard könnten für viele Autofahrer bald weniger belastend werden.
Ab Mittwoch, 13. Mai 2026, steht die neue Airolo/CUPRA-Pass-Vorzugsspur offiziell in ihrer endgültigen Form zur Verfügung.
Das Bundesamt für Strassen (FEDRO/ASTRA) verspricht ein moderneres System, das den Verkehr rund um den Gotthard deutlich entlasten soll.
Was die neue CUPRA-Spur jetzt verändert
Nach mehreren Jahren im provisorischen Betrieb wird die sogenannte CUPRA-Spur erstmals dauerhaft betrieben.
Die Strecke ermöglicht es Verkehrsteilnehmern Richtung Airolo oder Gotthardpass, Staus vor dem Tunnel teilweise zu umgehen.
Neu ist vor allem die Technik
Bislang wurde die Spur manuell signalisiert.
Jetzt setzt das FEDRO auf ein teilautomatisiertes und dynamisches Verkehrssystem.
Das bedeutet:
- beleuchtete Anzeigen entlang der Tunnelzufahrt
- automatische Aktivierung je nach Verkehrslage
- klare Hinweise zur Fahrzeit über Pass oder Tunnel
- bessere Verkehrslenkung bei hohem Reiseverkehr
Die Öffnung der Spur wird durch die Verkehrsleitzentrale VMZ gesteuert.
Wann Autofahrer die Spur nutzen dürfen
Die CUPRA bleibt nicht dauerhaft geöffnet.
Sie wird nur bei erhöhtem Verkehrsaufkommen aktiviert.
Wichtig für Autofahrer
Wenn die Spur aktiv ist:
- dürfen Fahrzeuge Richtung Airolo oder Gotthardpass die Spur nutzen
- kann der Stau vor dem Tunnel umfahren werden
- wird die Aktivierung deutlich signalisiert
Wenn die Spur nicht aktiv ist:
- bleibt sie eine normale Standspur
- ist die Benutzung verboten
Die Behörden appellieren deshalb an Autofahrer, die Signalisation genau zu beachten.
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Neue Umfahrung bei Raststätte Gotthard Süd
Zusätzlich wurde die Infrastruktur rund um die Raststätte Gotthard Süd angepasst.
Neu gibt es eine separate Umfahrungsstrasse.
Damit soll verhindert werden, dass sich Fahrzeuge zur Raststätte mit dem Verkehr auf der Vorzugsspur kreuzen.
Laut FEDRO erhöht dies:
- die Sicherheit
- den Verkehrsfluss
- die Stabilität bei hohem Verkehrsaufkommen
Warum die CUPRA-Spur gebaut wurde
Die Region rund um Airolo leidet seit Jahren unter massivem Ferien- und Transitverkehr.
Vor allem an Wochenenden und Feiertagen kommt es regelmässig zu kilometerlangen Kolonnen.
Ziel des Projekts
Die neue Vorzugsspur soll:
- die Kantonsstrasse entlasten
- den Verkehr im Dorf reduzieren
- gefährliche Ausweichfahrten verhindern
- die Tunnelkapazität besser ergänzen
- Anwohnerinnen und Anwohner entlasten
Das FEDRO empfiehlt Autofahrern ausdrücklich, die offizielle Verkehrsführung zu nutzen und nicht auf ungeeignete Nebenstrassen auszuweichen.
25 Millionen Franken Investition
Für den Bau der endgültigen CUPRA-Anlage investierte der Bund rund 25 Millionen Franken.
Die Kosten werden vollständig vom Bund getragen.
Die Verantwortlichen sehen das Projekt als wichtigen Bestandteil der Verkehrslenkung am Gotthard.
Was Autofahrer beachten müssen
- CUPRA ist nur über die Passstrasse erreichbar
- Signalisation unbedingt beachten
- Spur nur bei Freigabe nutzen
- Informationen auf den Anzeigetafeln verfolgen
Gotthard bleibt eines der grössten Verkehrsprobleme der Schweiz
Der Gotthard zählt seit Jahren zu den grössten Staubrennpunkten Europas.
Besonders an Feiertagen und Ferienwochenenden entstehen oft Wartezeiten von mehreren Stunden.
Mit der neuen CUPRA-Spur hofft das Bundesamt für Strassen nun auf eine spürbare Entlastung.






