Neue Dokumente aus den sogenannten Epstein-Akten sorgen erneut für politische Brisanz in den USA.
In kürzlich veröffentlichten FBI-Protokollen erhebt eine Zeugin schwere Vorwürfe gegen den US-Präsidenten Donald Trump. Sie behauptet, als Jugendliche sowohl von Jeffrey Epstein als auch von Trump sexuell missbraucht worden zu sein.
Ein entscheidender Punkt: Ein Fehlverhalten Trumps ist bislang nicht nachgewiesen.
Neue FBI-Protokolle aus den Epstein-Akten
Das United States Department of Justice veröffentlichte weitere Dokumente aus den Ermittlungen rund um Epstein.
Darunter befinden sich FBI-Vernehmungsprotokolle einer Zeugin, die angibt:
zwischen 13 und 15 Jahre alt gewesen zu sein
von Epstein zu Treffen mit einflussreichen Personen gebracht worden zu sein
dort auch Donald Trump kennengelernt zu haben
Laut Protokoll erklärte die Zeugin gegenüber Ermittlern:
Epstein habe sie „entweder nach New York oder New Jersey“ gebracht und ihr Trump vorgestellt.
Sie behauptet zudem, Trump habe versucht, sie zu Oralsex zu zwingen. In ihrer Aussage beschreibt sie, ihn gebissen zu haben, um sich zu wehren.
Die Vorwürfe stammen aus einem Ermittlungsprotokoll des FBI und wurden nun im Zuge der Freigabe der Akten öffentlich gemacht.
Quelle:
Federal Bureau of Investigation
US-Justizministerium-Dokumente
Drohanrufe und Schweigen über Jahre
Die Zeugin gab laut Protokollen an, dass sie und Personen aus ihrem Umfeld über Jahre Drohanrufe erhalten hätten.
Diese hätten sie davon abhalten sollen, über die mutmasslichen Vorfälle zu sprechen.
Beweise für diese Drohungen sind in den veröffentlichten Dokumenten nicht enthalten, sie sind Teil der Zeugenaussage.
Kein Fehlverhalten Trumps nachgewiesen
Wichtig ist:
Bis heute gibt es keinen gerichtlichen Nachweis, dass Trump in den Epstein-Fällen strafbares Verhalten begangen hat.
Trump erklärte mehrfach:
Er habe bereits vor Epsteins Verurteilung 2008 den Kontakt abgebrochen.
Epstein sei danach nicht mehr Teil seines Umfelds gewesen.
Epstein wurde 2008 in Florida verurteilt, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte.
Er verbrachte nach einem umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft rund 13 Monate im Gefängnis.
🚨 Breaking News direkt aufs Smartphone
Verpasse keine Eilmeldung mehr – jetzt den imTicker WhatsApp-Kanal abonnieren:
👉 imTicker auf WhatsApp abonnieren
Politischer Streit um die Veröffentlichung
Die Freigabe der Akten entwickelte sich in Washington zu einem politischen Konflikt.
Trump hatte sich zuvor gegen eine vollständige Veröffentlichung ausgesprochen.
Schliesslich zwang der United States Congress – auch mit Stimmen von Republikanern – die Freigabe weiterer Dokumente.
Demokraten werfen der Regierung vor, möglicherweise belastende Informationen zurückgehalten zu haben.
Ein Ausschuss des United States House of Representatives beschloss deshalb, Justizministerin Pam Bondi vorzuladen.
Verwirrung um entfernte Dokumente
Das Justizministerium geriet zusätzlich in Kritik, nachdem einige Dokumente zunächst aus dem Internet entfernt worden waren.
Laut Ministerium lag dies an einem Fehler:
15 Dokumente wurden fälschlicherweise als Dubletten markiert
5 Vernehmungsprotokolle, die zunächst als vertraulich galten, wurden später doch veröffentlicht
Ein Sprecher erklärte, dass sensibles Material weiterhin geschützt werde.
Der Epstein-Skandal: Tausende Opfer
Die Ermittlungen rund um Epstein zählen zu den grössten Missbrauchsskandalen der letzten Jahrzehnte.
Nach Erkenntnissen von:
FBI
US-Justizministerium
soll Epstein mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht haben.
Ein Teil der Opfer soll laut Ermittlungen auch an einflussreiche Persönlichkeiten vermittelt worden sein.
Epsteins Tod im Gefängnis
2019 wurde Epstein erneut festgenommen und wegen Sexhandels angeklagt.
Am 10. August 2019 wurde er tot in seiner Zelle in einem Gefängnis in New York City aufgefunden.
Die Behörden erklärten seinen Tod als Suizid.
Der Fall löste weltweit Verschwörungstheorien aus, weil viele Fragen rund um das Netzwerk Epsteins offen blieben.
Die neu veröffentlichten Epstein-Akten bringen erneut brisante Aussagen ans Licht – auch über Donald Trump.
Doch entscheidend bleibt: Die Vorwürfe stammen aus Zeugenaussagen und sind bislang nicht bewiesen.
Ob weitere Dokumente noch mehr Klarheit bringen, ist derzeit offen.






