Mehr Direktzüge nach Italien, neue Nachtverbindungen und zusätzliche Sitzplätze für Pendler.
Der Fahrplan 2027 bringt zwar keinen grossen Ausbau wie im Vorjahr – dafür aber gezielte Verbesserungen für Reisende in der ganzen Schweiz.
Besonders Ferienreisende dürften sich freuen.
Mehr Direktzüge nach Italien
Die wohl auffälligste Neuerung betrifft die Verbindung zwischen Zürich und Venedig.
Künftig verkehren täglich zwei Direktzüge pro Richtung statt nur einer.
Neu direkt nach Venedig
Eine bisherige Verbindung nach Lugano wird bis nach Venedig verlängert.
Gleichzeitig endet der heutige Zug Basel–Luzern–Mailand neu bereits in Lugano.
Grund dafür sind fehlende Trassenkapazitäten in Italien.
Rimini neu direkt erreichbar
Auch die Adriaküste rückt näher.
Der bisherige Zug von Zürich nach Florenz fährt künftig nur noch bis Bologna – wird während der Sommersaison jedoch bis Rimini verlängert.
Damit entsteht eine direkte Bahnverbindung aus der Schweiz ans Meer.
Ganzjährig direkt nach La Spezia
Die Verbindung von Zürich über Genua nach La Spezia wird künftig täglich angeboten.
Die bisherige saisonale Verlängerung nach Livorno entfällt dagegen.
Frankreich-Verbindungen werden ausgebaut
Ab April 2027 verkehren wieder drei tägliche TGV-Verbindungen zwischen Lausanne, Genf und Paris.
Zusätzlich entsteht eine schnellere Verbindung zwischen Genf und Lyon.
Zehn Minuten schneller nach Lyon
Die neue TER-Verbindung der SNCF verkürzt die Reisezeit spürbar.
Dadurch verbessern sich auch die Anschlüsse Richtung Südfrankreich.
Mehr Komfort im Nachtzug
Die neuen Nightjets der Generation 2027 sollen künftig auch auf der Strecke Zürich–Amsterdam eingesetzt werden.
Reisende profitieren damit auf mehreren Nachtstrecken von:
- moderneren Abteilen
- mehr Privatsphäre
- besserem Komfort
- neuen Schlafwagenkonzepten
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Änderungen für Pendlerinnen und Pendler
Nicht nur Ferienreisende profitieren vom neuen Fahrplan.
Auch im Inland gibt es Anpassungen.
Mehr Sitzplätze zwischen Luzern und Zürich
Auf dem IR75 erhalten Pendler künftig mehr Kapazität.
Allerdings entfällt die durchgehende Verbindung bis Konstanz grösstenteils.
In Zürich HB wird meist ein Umstieg nötig.
Neue Nachtzüge bis Chur und Zürich Flughafen
Die SBB testet ihr Nachtangebot weiter aus.
Geplant ist neu:
- Nachtzug Zürich HB–Chur
- Frühverbindung Chur–Zürich Flughafen
- spätere Verbindungen ab Interlaken Ost
- bessere Anschlüsse ans Zürcher Nachtnetz
Besonders Flugreisende profitieren davon.
Früher am Flughafen
Die Nacht-S-Bahn SN22 aus Heerbrugg fährt neu bis Zürich Flughafen.
Ankunft: 4.39 Uhr.
Ideal für frühe Abflüge.
Neue Direktverbindungen in der Ostschweiz
Auch regional gibt es Verbesserungen.
Neu ohne Umsteigen nach Bregenz
Die Thurbo-S5 wird künftig direkt bis nach Bregenz verlängert.
Das verbessert die Verbindung zwischen:
- St. Gallen
- Rheintal
- Vorarlberg
Vor allem Pendler und Studierende profitieren davon.
Bauarbeiten bleiben grosse Herausforderung
Trotz Rekordpünktlichkeit wird 2027 erneut intensiv gebaut.
Die SBB kündigt zahlreiche Baustellen im In- und Ausland an.
Das kann zu:
- längeren Reisezeiten
- Sperrungen
- geänderten Anschlüssen
führen.
Die SBB empfiehlt deshalb, vor jeder Reise den Online-Fahrplan zu prüfen.
Fahrplan 2027 geht in Vernehmlassung
Der Fahrplanentwurf liegt vom 22. Mai bis 9. Juni 2026 öffentlich auf.
In dieser Zeit können Reisende Rückmeldungen und Wünsche einreichen.
Der definitive Fahrplan wird vor dem Wechsel im Dezember 2026 veröffentlicht.
Der Fahrplan 2027 setzt weniger auf grosse Revolutionen – dafür auf gezielte Verbesserungen für Alltag und Freizeit.
Besonders internationale Direktzüge und zusätzliche Nachtverbindungen dürften viele Reisende freuen.
Gleichzeitig zeigt der neue Fahrplan aber auch: Das Schweizer Bahnnetz stösst zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen.






