Neue Regierungsdokumente bringen das britische Königshaus erneut unter Druck.
Vertrauliche Akten zeigen, dass Königin Elizabeth II. persönlich daran interessiert gewesen sein soll, ihren Sohn Prinz Andrew als britischen Handelsbeauftragten einzusetzen.
Die Enthüllungen sorgen in Grossbritannien für neue Diskussionen über Macht, Einfluss und den Umgang des Palasts mit dem Epstein-Skandal.
Neue Dokumente belasten den Palast
Die britische Regierung veröffentlichte am Donnerstag interne Unterlagen zu Andrews damaliger Ernennung als Sondergesandter für internationalen Handel.
Besonders brisant:
Ein hochrangiger Beamter schrieb damals, die Königin sei „sehr daran interessiert“, dass der Herzog von York eine bedeutende Rolle zur Förderung britischer Interessen übernehme.
Damit wird erstmals offiziell dokumentiert, wie aktiv die verstorbene Monarchin hinter Andrews öffentlicher Rolle stand.
Medienrisiko bereits damals bekannt
Ein weiteres Regierungsmemo zeigt, dass britische Behörden die Risiken rund um Prinz Andrew bereits früh erkannt hatten.
Darin heisst es, seine hohe öffentliche Stellung erfordere ein „sorgfältiges und mitunter strenges Medienmanagement“.
Schon damals galt Andrew intern offenbar als problematische Figur mit erheblichem Reputationsrisiko.
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Die Schatten von Jeffrey Epstein
Besonders schwer wiegen die neuen Enthüllungen wegen Andrews langjähriger Verbindung zu Jeffrey Epstein.
Der US-Finanzier nutzte laut Ermittlungen sein Netzwerk aus reichen und mächtigen Kontakten, um junge Frauen und Minderjährige sexuell auszubeuten.
Die veröffentlichten US-Akten sorgten weltweit für Empörung – vor allem auch in Grossbritannien.
Druck auf die Monarchie wuchs jahrelang
Mit jeder neuen Enthüllung geriet auch das Königshaus stärker unter Druck.
Kritiker werfen dem Palast vor:
- zu lange geschwiegen zu haben
- Andrew geschützt zu haben
- Transparenz verhindert zu haben
König Charles zog Konsequenzen
König Charles III. versuchte zuletzt, klare Distanz zu schaffen.
Prinz Andrew verlor im vergangenen Jahr offiziell mehrere königliche Privilegien und öffentliche Rollen.
Damit wollte der Palast offenbar verhindern, dass der Epstein-Skandal dauerhaft auf die Monarchie abstrahlt.
Heftige Kritik aus dem Parlament
Die neuen Dokumente lösten erneut politische Reaktionen aus.
Der britische Handelsminister Chris Bryant warf Andrew vor, öffentliche Aufgaben für persönliche Interessen genutzt zu haben.
Er bezeichnete ihn als:
- arrogant
- anmassend
- selbstbezogen
Bryant sagte zudem, Andrew habe nicht zwischen Staatsinteresse und eigenen Vorteilen unterscheiden können.






