Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hält einen Sturz der iranischen Führung weiterhin für möglich. Nach den Angriffen gegen den Iran sei die Führung in Teheran geschwächt. Der angestrebte Machtwechsel blieb bislang jedoch aus. Netanjahu bezeichnete einen Sturz der iranischen Regierung als wichtigste noch offene Aufgabe.
Netanjahu sieht Iran schwach wie nie
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat einen Sturz der iranischen Führung als „die wichtigste Aufgabe, die noch vor uns liegt“ bezeichnet. Er sei fest davon überzeugt, dass dies möglich sei, sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros bei einem Treffen im Militärhauptquartier in Tel Aviv.
Die Aufgabe sei „nah“ und keineswegs unmöglich, erklärte der Regierungschef demnach. Sie liege in der Reichweite Israels. Netanjahu verwies dabei auf die aus seiner Sicht bisherigen Erfolge Israels im Konflikt mit dem Iran.
Israel habe in den Kriegen gegen den Iran in diesem und im vergangenen Jahr „historische Errungenschaften“ erzielt. Man sei einer Gefahr durch ein Regime gegenübergestanden, das Israel vernichten und sich dafür mit Atomwaffen ausrüsten wolle. Diese Bedrohung sowie weitere Gefahren seien zurückgedrängt worden.
Nach Einschätzung Netanjahus ist die Führung in Teheran derzeit „schwach wie noch nie“. Deshalb greife der Iran Israel auch nicht an. Gleichzeitig richtete der israelische Regierungschef eine Warnung an die Gegner seines Landes: Israel verfüge über die notwendige Kraft, Entschlossenheit und innere Geschlossenheit, um seine Feinde zu besiegen.
Der angestrebte Regimewechsel blieb aus
Die USA hatten Ende Februar gemeinsam mit Israel ihren jüngsten Krieg gegen den Iran begonnen. Das Land wurde dabei über einen Zeitraum von fast 40 Tagen aus der Luft angegriffen. Zahlreiche hochrangige Militärs und Politiker wurden gezielt getötet.
Zu den getöteten Führungspersönlichkeiten gehörte bereits am ersten Kriegstag Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei. Ziel der USA und Israels war neben der militärischen Schwächung des Iran auch ein Machtwechsel in Teheran.
Der angestrebte „Regime Change“ blieb jedoch aus. Laut GMX führte die Tötung zahlreicher hochrangiger Vertreter der iranischen Führung nicht zu einem Zusammenbruch des politischen Systems.
Stattdessen konnten sich nach den vorliegenden Angaben radikale Kräfte und der einflussreiche Militärapparat im Iran weiter behaupten. Damit ist das von Netanjahu weiterhin angestrebte Ziel eines Sturzes der iranischen Führung bislang nicht erreicht.
Für Israel bleibt die politische Zukunft des Iran damit neben der militärischen Bedrohung ein zentrales Thema. Netanjahus aktuelle Aussagen zeigen, dass die israelische Regierung einen Machtwechsel in Teheran weiterhin als mögliches Ziel betrachtet.






