Nach Selenskyj empfängt Donald Trump auch Israels Premier – doch die Harmonie ist brüchig.
Benjamin Netanjahus Besuch in Florida fällt in eine Phase wachsender geopolitischer Spannungen.
Vor allem Gaza – und überraschend auch Somaliland – sorgen für Reibung.
Kein Höflichkeitsbesuch
Benjamin Netanjahu reist nicht für Fotos nach Mar-a-Lago.
Am Montag trifft der israelische Ministerpräsident auf Donald Trump – unmittelbar nach dessen Gipfel mit Wolodymyr Selenskyj.
Im Zentrum: der stockende Gaza-Plan und ein diplomatischer Paukenschlag aus Afrika.
Trump erhöht den Druck im Gaza-Konflikt
Donald Trump will Bewegung.
Er drängt auf den Start der zweiten Phase des Gaza-Plans, die unter anderem vorsieht:
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eine technokratische palästinensische Übergangsregierung
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den Einsatz einer internationalen Stabilisierungstruppe
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weitere israelische Truppenabzüge
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die Entwaffnung der Hamas
Trump will das Thema zudem im Januar beim Weltwirtschaftsforum in Davos vorantreiben – persönlich.
Netanjahu hingegen gilt als skeptisch.
Er stellt sich quer gegen zentrale Ideen von Trumps Vertrauten Steve Witkoff und Jared Kushner, die gemeinsam mit Ägypten, Katar und der Türkei vermitteln.
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Anerkennung Somalilands sorgt für Verstimmung
Zusätzlichen Zündstoff liefert die israelische Entscheidung, Somaliland offiziell anzuerkennen – als erster UN-Mitgliedstaat.
Trump reagierte demonstrativ distanziert:
„Weiss irgendjemand wirklich, was Somaliland ist?“
Zwar wolle man die Lage prüfen, doch Unterstützung klingt anders.
Laut ansa.it stiess Israels Schritt international auf massive Kritik – insbesondere aus der arabischen Welt und von Somalia selbst.
Internationale Reaktionen und Sicherheitsrisiken
Die Folgen der Anerkennung:
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Somalia spricht von einem Angriff auf seine Souveränität
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Forderung nach einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats
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Drohungen der Al-Shabaab-Miliz
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scharfe Kritik von
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Golfstaaten
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Türkei
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Palästinensischer Autonomiebehörde
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Afrikanischer Union
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Beobachter sehen Israels Strategie im Kontext neuer Allianzen im Roten Meer – auch mit Blick auf mögliche Konfrontationen mit den Huthis.
Netanjahus Mission in Florida
Netanjahu will Trump auf seine Linie bringen.
Ziel ist es, Spielraum im Gaza-Dossier zu behalten und internationale Kritik an Somaliland abzufedern.
US-Medien zufolge wird der Premier versuchen, Trumps Fokus auf Sicherheit und geopolitische Stärke zu lenken – weniger auf multilaterale Lösungen.










