Nestlé gründet gemeinsam mit der US-Beteiligungsgesellschaft Platinum Equity ein neues Joint Venture für sein europäisches Wassergeschäft. Die Marken Perrier und San Pellegrino werden in die neue Gesellschaft Peranel eingebracht. Der Schweizer Konzern erhält durch den Teilverkauf rund 2,8 Milliarden Franken.
Nestlé und Platinum Equity teilen Wassergeschäft auf
Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé hat eine Einigung für die Zukunft seiner europäischen Wassersparte erzielt. Gemeinsam mit der US-Investmentgesellschaft Platinum Equity entsteht das Gemeinschaftsunternehmen Peranel mit Sitz in Paris.
Das neue Unternehmen wird künftig unter anderem die bekannten Wassermarken Perrier und San Pellegrino führen. Die beiden Partner halten jeweils 50 Prozent an der Gesellschaft. Der Wert des eingebrachten Geschäfts wird auf 4,9 Milliarden Euro beziehungsweise rund 4,5 Milliarden Franken beziffert.
Für Nestlé bedeutet die Transaktion Einnahmen von rund 2,8 Milliarden Franken. Der Konzern bleibt jedoch über das Joint Venture weiterhin am Geschäft beteiligt.
Nestlé hatte bereits 2024 angekündigt, strategische Optionen für die Wassersparte zu prüfen. Die Sparte wurde im vergangenen Jahr organisatorisch eigenständig aufgestellt. Anfang 2026 bestätigte das Unternehmen den laufenden Verkaufsprozess.
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Abschluss bis 2027 geplant
Die Vereinbarung ist noch nicht endgültig abgeschlossen. Vor dem Vollzug müssen zunächst Mitarbeiter-Konsultationen durchgeführt und verschiedene behördliche Genehmigungen eingeholt werden.
Nach Angaben von Nestlé soll die Transaktion im ersten Halbjahr 2027 abgeschlossen werden. Der Konzern hatte zuvor mehrere mögliche Käufer geprüft. Nach dem Rückzug anderer Interessenten blieb Platinum Equity als wichtiger Partner im Prozess übrig.
Mit dem Schritt setzt Nestlé seine Strategie fort, das Portfolio stärker auf wachstumsorientierte Geschäftsbereiche auszurichten. Der Konzern hatte in den vergangenen Jahren verschiedene Sparten überprüft und teilweise verkauft oder neu organisiert.
Wassersparte unter Druck wegen Ermittlungen
Der Verkauf der Wassersparte erfolgte vor dem Hintergrund mehrerer Herausforderungen. Das Geschäft war zuletzt durch rechtliche Auseinandersetzungen und öffentliche Kritik belastet.
Französische Behörden führten Untersuchungen an zwei Abfüllstandorten durch. Hintergrund waren Ermittlungen wegen möglicher Verstösse im Zusammenhang mit der Behandlung von Wasser. Zudem gab es Berichte über unzulässige Verfahren beim Mineralwasser Henniez.
Nestlé bestätigte in der Vergangenheit die Verwendung nicht erlaubter Behandlungsmethoden und leitete entsprechende Massnahmen ein.
Die Wassersparte machte zuletzt rund 3,5 Prozent des gesamten Umsatzes der Nestlé-Gruppe aus. Trotz der bekannten Marken bleibt der Bereich damit ein vergleichsweise kleiner Teil des weltweiten Geschäfts des Konzerns.






