Mehr als neun Tage nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya ist in Nepal ein weiterer Überlebender aus einem verschütteten Tunnel gerettet worden. Nach Angaben der nepalesischen Armee handelt es sich um einen chinesischen Staatsbürger, der sich im Tunnel eines Wasserkraftprojekts befand.
Chinesischer Staatsbürger aus Tunnel gerettet
Der Mann befand sich in einem Tunnel des Wasserkraftprojekts Upper Trishuli-1. Ein Sprecher der nepalesischen Armee bestätigte die Rettung am Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, nannte zunächst jedoch keine weiteren Einzelheiten zu den Umständen.
Auf Fotos, die die nepalesische Armee am Samstag im Onlinedienst Facebook veröffentlichte, ist zu sehen, wie der Mann mit schlammverschmierten Händen von zwei Soldaten aus dem Tunnel geführt wird. Die Bilder dokumentieren die Rettung nach mehr als neun Tagen unter schwierigen Bedingungen.
Bereits am Freitag waren zwei weitere Arbeiter aus einem Tunnel eines Wasserkraftwerks gerettet worden. Auch dieser Tunnel war durch die Sturzflut verschüttet worden, die sich am Mittwoch der vergangenen Woche ereignet hatte.
Mehr als 1300 Tote nach der Sturzflut
Die Sturzflut traf das Grenzgebiet zwischen Nepal und der autonomen Region Tibet in China mit grosser Wucht. Ganze Ortschaften wurden zerstört, während zahlreiche Menschen von den Wassermassen und Erdrutschen eingeschlossen wurden.
Laut GMX ist die Zahl der bestätigten Todesopfer inzwischen auf mindestens 1325 gestiegen. Gleichzeitig werden weiterhin mehr als 5500 Menschen vermisst. Unter den Vermissten befinden sich auch zahlreiche Arbeiter, die in Wasserkraftwerken oder auf Baustellen für neue Staudämme beschäftigt waren.
Die Rettung weiterer Überlebender gibt den Einsatzkräften trotz der hohen Opferzahl Hoffnung. Gleichzeitig bleibt die Suche nach den Vermissten schwierig, da Tunnel, Baustellen und andere Bereiche durch Schlamm, Geröll und Wassermassen teilweise schwer zugänglich sind.
Die Behörden setzen ihre Rettungs- und Sucharbeiten deshalb weiter fort. Wie viele Menschen tatsächlich noch gerettet werden können, ist derzeit offen.






