Entscheid in der Differenzbereinigung
Der Nationalrat hat entschieden, an seinem eigenen indirekten Gegenentwurf zur Stopfleber-Initiative festzuhalten. Damit bleibt er bei seiner bisherigen Linie und folgt nicht dem Vorschlag des Ständerats.
Der Entscheid fiel im Rahmen der laufenden Differenzbereinigung zwischen den beiden Parlamentskammern.
Kritik an Tierwohl-Standards
Tierschutzorganisationen wie VIER PFOTEN, Stiftung für das Tier im Recht (TIR) und der Schweizer Tierschutz STS begrüssen den Entscheid grundsätzlich, äussern jedoch weiterhin klare Forderungen nach einem Importverbot.
Streit um mögliche Auflagen
Der Ständerat hatte vorgeschlagen, tierwohlbezogene Importauflagen zu prüfen, falls die Importzahlen trotz Deklarationspflicht nicht sinken.
Der Nationalrat folgte diesem Ansatz nicht und blieb bei seiner eigenen Version des Gegenentwurfs.
Zentrale Argumente der Tierschutzorganisationen
Die Organisationen argumentieren, dass:
- Zwangsfütterung bei Stopfleberproduktion als Tierquälerei gilt
- glaubwürdige Tierwohl-Standards nicht existieren
- bestehende Labels keine echten Tierschutzgarantien bieten
- Importauflagen das Grundproblem nicht lösen
Forderung nach Importverbot bleibt
Die Verbände fordern den Ständerat auf, sich dem Nationalrat anzuschliessen. Gleichzeitig wird betont, dass aus Sicht des Tierschutzes ein vollständiges Importverbot die konsequenteste Lösung wäre.
Über VIER PFOTEN
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichen Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heimtiere, sogenannte Nutztiere und Wildtiere – wie Bären, Grosskatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemässer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, im Vereinigten Königreich, Kambodscha, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in 13 Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. In der Schweiz ist die Tierschutzstiftung ein Kooperationspartner vom Arosa Bärenland, dem ersten Bärenschutzzentrum, welches geretteten Bären aus schlechten Haltungsbedingungen ein artgemässes Zuhause gibt.






