Sieben gerissene Nutztiere – und jetzt folgt die Konsequenz.
Im Wallis hat die Regierung den Abschuss eines Wolfs angeordnet.
Die Entscheidung sorgt für Diskussionen zwischen Landwirtschaft, Politik und Tierschutz.
Abschuss in Visperterminen beschlossen
In der Region Visperterminen hat der Walliser Staatsrat reagiert:
Christophe Darbellay, Vorsteher des Departements für Volkswirtschaft und Bildung (DVB), ordnet den Abschuss eines einzelnen Wolfs an.
Der Entscheid basiert auf einer klaren Faktenlage:
- Sieben gerissene Nutztiere (Schafe/Ziegen)
- Vorfälle auf geschützten landwirtschaftlichen Flächen
- Zeitraum: innerhalb von vier Monaten
Damit sind die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt.
Gesetzliche Grundlage: Wann ein Abschuss erlaubt ist
Die eidgenössische Jagdverordnung (JSV) regelt solche Fälle eindeutig.
Ein Abschuss ist möglich, wenn:
- Mindestens 6 Nutztiere getötet wurden
- Zeitraum: innerhalb von 4 Monaten
- Schutzmassnahmen vorhanden oder nicht umsetzbar waren
Genau diese Kriterien treffen im aktuellen Fall zu.
Was über den Wolf bekannt ist
Die zuständigen Behörden haben folgende Erkenntnisse:
- Nachweis eines Wolfspaares in der Region
- Keine bestätigte Fortpflanzung im Jahr 2025
- Keine proaktive Regulierung in den Jahren 2025–2026
Erst die jüngsten Angriffe haben nun zum Eingreifen geführt.
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Bewilligung gilt für 60 Tage
Der Abschussentscheid wurde am 27. April 2026 im Amtsblatt des Kantons Wallis veröffentlicht.
Wichtige Punkte:
- Gültigkeit: 60 Tage
- Nur innerhalb des definierten Perimeters
- Voraussetzung: weiterhin vorhandenes Schadenpotenzial
Die Umsetzung erfolgt durch speziell autorisierte Personen.
Spannungsfeld zwischen Schutz und Regulierung
Der Fall zeigt ein bekanntes Dilemma:
Landwirtschaft:
- Schutz der Nutztiere hat Priorität
- Existenzsicherung für Betriebe
Naturschutz:
- Wolf ist geschützte Art
- Rückkehr gilt als ökologischer Erfolg
Politik:
- Muss zwischen beiden Interessen abwägen
Ein Entscheid mit Signalwirkung
Der Abschuss in Visperterminen ist kein Einzelfall – sondern Teil einer grösseren Entwicklung in der Schweiz.
Die Rückkehr des Wolfs bringt Chancen, aber auch Konflikte.







