Ein schwerer Vorwurf, der die Sicherheitsbehörden alarmiert.
In Berlin ist eine Frau festgenommen worden, die im Verdacht steht, für einen ausländischen Geheimdienst gearbeitet zu haben. Die Ermittlungen reichen bis in sensible politische und militärische Bereiche.
Bundesanwaltschaft lässt Verdächtige festnehmen
Die Bundesanwaltschaft hat am 21. Januar 2026 die deutsch-ukrainische Staatsangehörige Ilona W. in Berlin festnehmen lassen. Grundlage war ein Haftbefehl des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 30. Dezember 2025.
Die Festnahme erfolgte durch Beamte des Bundeskriminalamts (BKA). Zeitgleich wurden mehrere Objekte durchsucht – darunter die Wohnräume der Beschuldigten sowie weitere Räumlichkeiten im Landkreis Havelland (Brandenburg), im Landkreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) und in München, wie generalbundesanwalt.de berichtet.
Verdacht: Tätigkeit für russischen Geheimdienst
Ilona W. steht unter dem dringenden Verdacht, für den Geheimdienst einer fremden Macht tätig gewesen zu sein. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft soll sie spätestens seit November 2023 nachrichtendienstliche Kontakte zur Russischen Botschaft in Berlin unterhalten haben.
Ihr mutmasslicher Kontaktmann soll für einen russischen Geheimdienst arbeiten.
Zu den erhobenen Vorwürfen gehören unter anderem:
Weitergabe von Informationen zum Krieg zwischen Russland und der Ukraine
Zusammenstellung von Hintergrunddaten zu Teilnehmern hochrangiger politischer Veranstaltungen
Erkundigungen zu Standorten der Rüstungsindustrie
Informationen über Drohnentests und geplante Lieferungen an die Ukraine
Breaking News direkt aufs Smartphone
Verpasse keine Eilmeldung mehr – jetzt den imTicker WhatsApp-Kanal abonnieren:
imTicker auf WhatsApp abonnieren
Nutzung persönlicher Kontakte
Nach Erkenntnissen der Ermittler griff die Beschuldigte teilweise auf persönliche Kontakte zurück. Demnach wandte sie sich auch an ehemalige Mitarbeiter aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung, mit denen sie bekannt gewesen sein soll.
Zudem soll sie ihrem mutmasslichen Kontakt aus der russischen Botschaft geholfen haben, unter Alias-Personalien politische Veranstaltungen in Berlin zu besuchen, um dort relevante Kontakte aufzubauen.
Weitere Schritte im Verfahren
Ilona W. wird dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt. Dieser entscheidet über die Eröffnung des Haftbefehls und den Vollzug der Untersuchungshaft.
Das Verfahren basiert auf Erkenntnissen des Bundesamts für Verfassungsschutz sowie des Militärischen Abschirmdienstes (MAD). Die laufenden Ermittlungen werden vom Bundeskriminalamt geführt.










