Ein Hund kehrt allein zurück – und löst eine Rettungsaktion aus
Als ein Hund am Sonntagabend plötzlich ohne seine Besitzerin nach Hause zurückkehrte, ahnte die Familie sofort, dass etwas nicht stimmte.
Diese Aufmerksamkeit könnte einer Frau aus dem Kanton Neuenburg das Leben gerettet haben. Nach einer nächtlichen Suchaktion fanden Einsatzkräfte die verletzte und unterkühlte Spaziergängerin in unwegsamem Gelände bei Montmollin.
Spaziergang endet mit Verletzung
Am Sonntag, 7. Juni 2026, war eine rund 50-jährige Frau mit ihrem Hund im Gebiet Serroue bei Montmollin unterwegs.
Während des Spaziergangs verletzte sie sich am Knie so schwer, dass sie weder weitergehen noch selbst Hilfe holen konnte.
Der Hund lief schliesslich allein nach Hause zurück.
Für die Angehörigen war sofort klar, dass etwas passiert sein musste. Sie alarmierten umgehend die Rettungskräfte.
Grossangelegte Suchaktion in der Nacht
Nach Eingang der Meldung startete die Neuenburger Polizei eine umfangreiche Suchaktion.
Im Einsatz standen:
- Mehrere Patrouillen der Gendarmerie
- Die Diensthundeeinheit
- Spezialisten der Kriminalpolizei
- Eine Polizeidrohne
- Die Alpine Rettung Schweiz (SAS)
Zusätzlich wurde die Rega aufgeboten.
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Rega-Helikopter entdeckt die Vermisste
Für die Suche kam ein speziell für Nachteinsätze ausgerüsteter Rega-Helikopter der Basis Interlaken zum Einsatz.
Der entscheidende Hinweis gelang aus der Luft:
Gegen 03.15 Uhr konnte die vermisste Frau lokalisiert werden – rund fünf Stunden nach Beginn ihres Spaziergangs.
Anschliessend erreichten die Rettungskräfte die Verunfallte am Boden.
Frau verletzt und unterkühlt
Die Frau litt an ihrer Knieverletzung und zeigte bereits Anzeichen einer Unterkühlung.
Nach der medizinischen Erstversorgung durch den Rettungsdienst der Ambulances des Vallées neuchâteloises (AVN) wurde sie ins Spital Pourtalès gebracht.
Über ihren aktuellen Gesundheitszustand machten die Behörden keine weiteren Angaben.
Der Hund spielte eine entscheidende Rolle
Obwohl der Vierbeiner seine Besitzerin nicht direkt retten konnte, war seine Rückkehr nach Hause der entscheidende Auslöser für die Alarmierung.
Ohne das ungewöhnliche Verhalten des Hundes hätte die Frau möglicherweise deutlich länger im Gelände ausharren müssen.






