Schwere Monsunregenfälle haben in Pakistan seit Ende Juni mindestens 72 Menschen das Leben gekostet. Besonders betroffen sind die Provinzen Punjab und Khyber Pakhtunkhwa. Die Behörden melden zudem zahlreiche Verletzte und grosse Schäden durch Überschwemmungen, Erdrutsche und zerstörte Infrastruktur.
Zahlreiche Tote nach wochenlangen Regenfällen
Pakistan kämpft seit mehreren Wochen mit heftigen Monsunregenfällen. Nach Angaben des pakistanischen Katastrophenschutzes kamen seit Ende Juni mindestens 72 Menschen ums Leben, darunter 30 Kinder. Weitere 187 Personen wurden verletzt.
Laut GMX sind vor allem die Provinz Punjab sowie die westliche Region Khyber Pakhtunkhwa betroffen. In diesen Gebieten führten die starken Niederschläge zu Überschwemmungen, Erdrutschen und gefährlich steigenden Wasserständen in mehreren Flüssen.
Überschwemmungen zerstören Häuser und Infrastruktur
Die anhaltenden Regenfälle haben in verschiedenen Regionen schwere Schäden verursacht. Die pakistanische Zeitung «Dawn» berichtete unter anderem über eine vierköpfige Familie in Waziristan, die beim Einsturz ihres Hauses ums Leben kam.
Neben zahlreichen Gebäudeschäden wurden auch Tiere von den Wassermassen mitgerissen. Erdrutsche blockierten wichtige Verkehrswege, während die Pegelstände einiger Flüsse weiter anstiegen. Die Rettungskräfte sind weiterhin im Einsatz, um betroffene Menschen zu unterstützen.
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Auch Afghanistan von Extremwetter betroffen
Die schweren Regenfälle treffen nicht nur Pakistan. Im benachbarten Afghanistan führten die Niederschläge ebenfalls zu Sturzfluten. Nach Angaben des afghanischen Katastrophenschutzes kamen dort mindestens 23 Menschen ums Leben, während weitere Personen vermisst werden.
Die Monsunzeit bringt in den Sommermonaten regelmässig starke Regenfälle nach Südasien. In den vergangenen Jahren haben jedoch intensivere Extremwetterereignisse die Herausforderungen für die betroffenen Länder verstärkt.
Klimawandel erhöht Risiken für Pakistan
Pakistan und Afghanistan gehören zu den Ländern, die besonders stark unter den Folgen des Klimawandels leiden. Gleichzeitig fehlen häufig finanzielle Mittel für Schutzmassnahmen wie stabile Dämme, moderne Entwässerungssysteme und widerstandsfähige Infrastruktur.
Viele Bauprojekte werden durch neue Überschwemmungen beschädigt oder zerstört. Behörden und Hilfsorganisationen warnen deshalb weiterhin vor den langfristigen Folgen zunehmender Extremwetterlagen.






