Der französische Modelagent Daniel Siad ist in der Nähe von Paris tot aufgefunden worden. Gegen den 69-Jährigen lief ein Ermittlungsverfahren wegen mutmasslichen Menschenhandels. Sein Name taucht mehrfach in den sogenannten Epstein-Akten auf. Die Behörden untersuchen nun die Todesursache.
Der französische Modelagent Daniel Siad wurde am Montagabend in seinem Haus in Colombes bei Paris tot entdeckt. Die Staatsanwaltschaft von Nanterre leitete eine Untersuchung ein, um die Umstände seines Todes zu klären.
Laut GMX soll eine Autopsie durchgeführt werden, um die genaue Todesursache festzustellen. Gegen Siad liefen bereits Ermittlungen im Zusammenhang mit Vorwürfen wegen Menschenhandels und sexueller Übergriffe.
Ermittlungen wegen Menschenhandels
Der 69-Jährige war in Frankreich angezeigt worden. Das frühere schwedische Model Ebba Karlsson hatte im Februar eine Anzeige wegen Vergewaltigung und Menschenhandels gegen Siad eingereicht.
Nach Angaben aus Ermittlerkreisen soll Karlsson ausgesagt haben, sie sei im Alter von 20 Jahren in Südfrankreich festgehalten worden. Siad selbst hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und angekündigt, seine Sicht der Ereignisse darlegen zu wollen.
In einem veröffentlichten Video erklärte Siad, der US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein habe sein Vertrauen missbraucht. Er habe nicht gewusst, wie gefährlich Epstein gewesen sei.
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Name in Epstein-Dokumenten erwähnt
Siads Name erscheint in zahlreichen Dokumenten aus dem Umfeld von Jeffrey Epstein. Die Unterlagen enthalten Nachrichten, in denen der Modelagent junge Frauen und Models gegenüber Epstein erwähnt haben soll.
Nach Medienberichten sollen einige Dokumente darauf hindeuten, dass Siad regelmässig mit Epstein in Kontakt stand und finanzielle Unterstützung erhalten habe. Die Unterlagen sind Bestandteil umfangreicher Ermittlungen und Veröffentlichungen rund um das Netzwerk des verstorbenen US-Investors.
Siad bezeichnete sich in einzelnen Dokumenten selbst als Vermittler von Models. Die Vorwürfe gegen ihn wurden juristisch bislang nicht abschliessend geklärt.
Frühere Todesfälle im Epstein-Umfeld
Siad ist nicht der erste französische Geschäftspartner Epsteins, der nach Bekanntwerden der Affäre gestorben ist. Der frühere Modelagent Jean-Luc Brunel wurde 2020 in Frankreich festgenommen. Ihm wurden unter anderem Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Missbrauch Minderjähriger gemacht.
Brunel wurde 2022 tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden. Die Behörden gingen damals von einem Suizid aus.
Jeffrey Epstein selbst wurde 2019 in den USA wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch Minderjähriger festgenommen. Der Investor wurde wenige Wochen später tot in seiner Gefängniszelle in New York gefunden. Nach offiziellen Angaben starb er durch Suizid.





