Eine gewaltige Explosion tief unter der Erde hat China erschüttert.
Mindestens 90 Menschen kamen bei einem schweren Unglück in einem Kohlebergwerk in der Provinz Shanxi ums Leben.
Es handelt sich um die schwerste Bergbaukatastrophe des Landes seit mehr als 15 Jahren.
Gasexplosion erschüttert Kohlemine in Shanxi
Die Explosion ereignete sich am Freitagabend im Liushenyu-Kohlebergwerk im Kreis Qinyuan in der nordchinesischen Provinz Shanxi. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich laut chinesischen Staatsmedien 247 Arbeiter unter Tage.
Viele Bergleute konnten gerettet werden, doch die Zahl der Todesopfer stieg im Verlauf der Rettungsarbeiten dramatisch an. Mehrere Personen gelten weiterhin als vermisst.
Schwerstes Grubenunglück seit 2009
Nach Angaben staatlicher Medien ist es die tödlichste Bergbaukatastrophe in China seit einem schweren Unglück im Jahr 2009 in Heilongjiang mit 108 Todesopfern.
Die Provinz Shanxi gilt als Zentrum des chinesischen Kohleabbaus und produziert einen grossen Teil der landesweiten Kohleförderung. Gleichzeitig steht die Region seit Jahren wegen Sicherheitsproblemen im Bergbau unter Beobachtung.
Rettungskräfte im Grosseinsatz
Laut Behörden wurden mehr als 700 Rettungskräfte und medizinische Teams mobilisiert. Die Suche nach Vermissten lief stundenlang unter schwierigen Bedingungen weiter.
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Firmenverantwortliche festgenommen
Chinesische Medien berichten zudem, dass Verantwortliche des Bergwerksbetreibers inzwischen festgenommen wurden. Die Ursache der Explosion wird untersucht.
Xi Jinping fordert umfassende Untersuchung
Chinas Staatschef Xi Jinping forderte laut Staatsmedien „maximale Anstrengungen“ bei Rettung und Aufklärung des Unglücks. Auch Ministerpräsident Li Qiang verlangte eine umfassende Untersuchung sowie Konsequenzen für mögliche Sicherheitsverstösse.
Kohle bleibt lebenswichtig für China
Trotz massiver Investitionen in erneuerbare Energien bleibt Kohle eine zentrale Energiequelle für China.
Immer wieder geraten Bergwerke jedoch wegen:
- mangelnder Sicherheitsstandards
- Zeitdruck bei der Förderung
- Gasexplosionen
- unzureichender Kontrollen
in die Schlagzeilen.
In den vergangenen Jahren hatte China die Zahl tödlicher Bergwerksunfälle zwar deutlich reduziert, doch das aktuelle Unglück zeigt die weiterhin bestehenden Risiken.
Die Explosion in der Liushenyu-Kohlemine gehört zu den schwersten Industrieunglücken Chinas seit Jahren.
Während Angehörige auf Nachrichten von Vermissten warten, richtet sich der Fokus nun auf die Frage, ob Sicherheitsmängel zur Katastrophe beigetragen haben.






