Razzia in Mexiko fördert spektakuläre Kollektion eines Drogenbosses zutage
Es klingt wie ein Drehbuch aus Hollywood.
Das FBI hat in Mexiko eine gigantische Motorradsammlung beschlagnahmt, die einem der meistgesuchten Verbrecher der USA zugerechnet wird: dem kanadischen Ex-Profi-Snowboarder Ryan Wedding.
Was die Ermittler fanden, sprengt selbst in Sammlerkreisen jede Vorstellung.
Vom Olympioniken zum Drogenboss
Ryan Wedding machte sich Anfang der 2000er-Jahre zunächst einen Namen im Wintersport. Der Kanadier nahm 2002 an den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City teil. Doch seine sportliche Karriere endete früh – und machte einer deutlich dunkleren Laufbahn Platz.
2008 wurde Wedding wegen des Besitzes von 24 Kilogramm Kokain festgenommen. Nach kurzer Haft tauchte er erneut im internationalen Drogengeschäft auf und entwickelte sich zu einem der zentralen Akteure im Kokainhandel.
Heute zählt er zu den zehn meistgesuchten Männern des FBI. Für Hinweise zu seinem Aufenthaltsort sind zehn Millionen US-Dollar Belohnung ausgesetzt.
62 exklusive Motorräder in Lagerhalle entdeckt
Ende 2025 folgte das FBI einer heissen Spur nach Mexiko. Zwar entkam Wedding erneut, doch bei mehreren Razzien stiessen die Ermittler in einer unscheinbaren Lagerhalle in Mexiko-Stadt auf einen spektakulären Fund.
Dort standen:
62 extrem wertvolle Motorräder
überwiegend originale Rennmaschinen
viele davon galten als verschollen
Laut gmx.net handelt es sich um eine der grössten und exklusivsten jemals entdeckten privaten Motorrad-Sammlungen.
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Geldwäsche auf zwei Rädern
Warum Motorräder? Die Antwort der Ermittler ist pragmatisch:
hoher Wert auf kleinem Raum
relativ einfach zu lagern
unauffälliger Transport
leichter Weiterverkauf über Auktionen oder Zwischenhändler
Die Sammlung diente mutmasslich der Geldwäsche von Drogengeldern – effizienter als Yachten, Immobilien oder Luxusautos.
MotoGP, WSBK und absolute Raritäten
Auch ohne vollständige Inventarliste sind bereits einige Highlights bekannt:
mehrere Ducati Desmosedici MotoGP-Bikes, gefahren von
Valentino Rossi
Andrea Dovizioso
Andrea Iannone
Werksmaschinen von Jorge Lorenzo
zahlreiche WSBK-Ducatis, darunter wohl eine 998 RS von Carl Fogarty
Kawasaki ZX 750 R Werksrenner (u. a. Scott Russell)
historische MV Agusta-Rennmaschinen
eine extrem seltene Elf 3
eine verschwundene Moto2-Suter, gefahren von Marc Márquez
Alle Motorräder gelten als Originale, viele davon wurden früher über renommierte Auktionshäuser wie Sotheby’s oder Bonhams verkauft – teils über Strohmänner.
Wie kam Wedding an diese Bikes?
Experten gehen von zwei Wegen aus:
Internationale Auktionen, bei denen Käufer anonym auftreten können
Direkte Privatkäufe aus Rennteams oder Sammlerhand
Die gezielte Auswahl deutet auf tiefes Fachwissen, exzellente Kontakte – und jahrelange Planung hin.










