Zweites Treffen – diesmal unter schwierigen Vorzeichen
Bundeskanzler Friedrich Merz ist in Washington eingetroffen.
Drei Tage nach den US- und israelischen Angriffen auf den Iran trifft er im Weissen Haus auf US-Präsident Donald Trump. Im Mittelpunkt steht der eskalierende Krieg im Nahen Osten.
Laut gmx.ch dürfte das Thema Iran das Treffen nahezu vollständig dominieren. Es ist der zweite Besuch von Merz im Weissen Haus seit seinem Amtsantritt vor zehn Monaten – der erste verlief harmonisch, diesmal könnte es deutlich angespannter werden.
Erst Oval Office, dann Mittagessen
Für das Gespräch im Oval Office sind offiziell 30 Minuten angesetzt. Erfahrungsgemäss können solche Treffen jedoch länger dauern.
Anschliessend ist ein gemeinsames Mittagessen geplant.
Die Empfänge im Oval Office gelten unter Trump als heikel:
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wurde dort öffentlich kritisiert.
Auch Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa sah sich Vorwürfen ausgesetzt.
Beim letzten Besuch lobte Trump Merz hingegen als „respektierten“ und „guten Mann“.
Trump: „Wir prügeln sie windelweich“
Das dominierende Thema bleibt der Krieg gegen den Iran.
Trump kündigte ein entschlossenes Vorgehen an und sprach davon, man werde den Konflikt in vier bis fünf Wochen beenden – schloss jedoch eine längere Dauer nicht aus. Ziel sei die Zerstörung der iranischen Raketenbedrohung und Marine.
Verteidigungsminister Pete Hegseth betonte, der Iran dürfe keine Atomwaffen besitzen. Bereits jetzt seien militärische Stützpunkte, Atomanlagen und Teile der Führungsriege getroffen worden.
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Merz: „Nicht ohne Risiko“
Merz äusserte Verständnis für die Angriffe, stellte sich jedoch nicht ausdrücklich hinter sie.
Er warnte vor den Risiken einer weiteren Eskalation in der Region und verwies auf frühere US-Interventionen in Afghanistan, im Irak und in Libyen, die nicht die erhofften politischen Veränderungen gebracht hätten.
Zugleich hatte Merz in der Vergangenheit militärische Schläge gegen den Iran klar unterstützt – eine diplomatisch heikle Ausgangslage für das Gespräch.
Weitere Streitpunkte zwischen USA und Europa
Neben dem Iran könnten weitere Themen auf den Tisch kommen:
Zollstreit zwischen USA und EU
Spannungen nach Entscheidungen des Obersten US-Gerichts
Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine
Forderung nach stärkerer transatlantischer Zusammenarbeit
Merz drängt auf mehr Druck und Sanktionen gegenüber Russland sowie eine engere europäische Beteiligung an Friedensverhandlungen.










