Die grösste WM aller Zeiten steht vor der Tür – und schon jetzt hagelt es Kritik.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warnt vor Einschüchterung, Repression und massiven Menschenrechtsverletzungen in den Gastgeberländern USA, Mexiko und Kanada.
Laut Amnesty droht die WM 2026 mehr Repression als Fussball zu liefern.
USA: Sicherheitsapparat trifft Fans und Migranten
Die meisten Spiele finden in den Vereinigten Staaten statt, deren Regierung laut Amnesty in einer «akuten Menschenrechtskrise» stehe. Besondere Kritikpunkte:
- Umbau von ICE und CBP zu paramilitärisch agierenden Einheiten
- Austragungsorte direkt von aggressiven Einwanderungspraktiken betroffen
- Einschränkungen der Versammlungs- und Meinungsfreiheit
- Willkürliche Visa-Kautionen von bis zu 15.000 Dollar für Teilnehmer aus fünf WM-Staaten (Tunesien, Algerien, Kap Verde, Senegal, Elfenbeinküste)
Laut gmx.ch fordert Amnesty die FIFA auf, verbindliche Schutzmassnahmen für Fans, Spieler und Medien sicherzustellen – bisher gebe es keine offiziellen Zusagen.
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Mexiko: Gewalt und Militarisierung
Auch in Mexiko sieht Amnesty massive Probleme:
- 133.500 Menschen gelten als verschwunden – Zahl in 10 Jahren um 200 % gestiegen
- Massengräber nahe des Estadio Akron in Guadalajara
- Starker Einsatz von 20.000 Soldaten, die in der Vergangenheit in Menschenrechtsverletzungen verwickelt waren
- Bedrohung von Journalisten, Menschenrechtsverteidigern, Migranten und marginalisierten Gruppen
Kanada: Obdachlose und diskriminierte Gruppen im Fokus
In Kanada kritisiert Amnesty unter anderem:
- Räumung von Unterkünften für Obdachlose während der WM
- Einschränkungen der Bewegungsfreiheit in Innenstädten, um „ästhetische Standards“ der FIFA zu wahren
FIFA in der Verantwortung
Amnesty betont, dass der Fussballweltverband seinen eigenen Verpflichtungen nicht gerecht wird:
- Einschränkung der Meinungsfreiheit durch Stadion-Regeln
- Diskriminierung von queeren Personen in den USA und trans Menschen in Mexiko
- Fehlende Schutzmassnahmen für Medienvertreter
Julia Duchrow, Generalsekretärin von Amnesty International Deutschland, sagt:
„Setzen sich Razzien der US‑Einwanderungsbehörde ICE, massenhafte Festnahmen und Einreiseverbote fort, wird dieses Turnier zum Symbol staatlicher Einschüchterung.“







