Deutliche Worte aus Rom.
Die Freilassung des Besitzers der Unglücks-Bar von Crans-Montana sorgt international für Empörung – und bringt nun auch die italienische Regierung auf den Plan.
Meloni spricht von „Schande für die Opfer“
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat scharf auf die Freilassung von Jacques Moretti, dem Besitzer des Restaurants Le Constellation in Crans-Montana, reagiert. In einer Stellungnahme auf der Plattform X zeigte sich Meloni tief empört über die Entscheidung der Schweizer Justiz.
„Ich bin empört über die Nachricht von der Freilassung von Jacques Moretti“, schrieb die Regierungschefin. Sie bezeichnete den Schritt als „Schande für das Andenken der Opfer der Silvestertragödie“ und als „Beleidigung ihrer Familien“, wie ansa.it berichtet.
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Regierung kündigt politische Schritte an
Meloni machte deutlich, dass die Angelegenheit aus Sicht Italiens nicht abgeschlossen ist. Die italienische Regierung werde die Schweizer Behörden zur Rechenschaft ziehen, kündigte sie an. Konkrete diplomatische oder rechtliche Schritte nannte sie zunächst nicht.
Der Fall betrifft ein tragisches Ereignis, das international für Aufsehen gesorgt hatte und bei dem zahlreiche Menschen ums Leben kamen. Die Ermittlungen und juristischen Entscheidungen in der Schweiz werden daher auch über die Landesgrenzen hinaus aufmerksam verfolgt.
Internationale Reaktionen erwartet
Die Stellungnahme der italienischen Ministerpräsidentin dürfte den Druck auf die zuständigen Stellen weiter erhöhen. Beobachter rechnen damit, dass der Fall auch auf diplomatischer Ebene thematisiert wird.
Insbesondere für die Angehörigen der Opfer bleibt die Entscheidung über die Freilassung emotional hoch belastend.










