Bei landesweiten Schülerprotesten in Frankreich sind nach Angaben der Regierung seit Montag mehr als 5000 Menschen festgenommen worden. Allein am Freitag gab es 1747 Festnahmen. Hintergrund der Proteste sind unter anderem fehlende Lehrkräfte, überfüllte Klassen und die Ausstattung der Schulen.
Bei den landesweiten Schülerprotesten in Frankreich ist die Zahl der Festnahmen weiter gestiegen. Innenminister Laurent Nuñez sagte am Freitagabend im Sender TF1, seit Beginn der Proteste am Montag seien mehr als 5000 Menschen festgenommen worden. Allein am Freitag habe es 1747 Festnahmen gegeben.
Nach Angaben des Innenministers kam es rund um 158 Einrichtungen zu Ausschreitungen. Dabei seien unter anderem Gegenstände geworfen und Ordnungskräfte, Lehrkräfte, Journalisten sowie Passanten angegriffen worden. Die Behörden waren landesweit mit einem grossen Polizeiaufgebot im Einsatz.
Hunderte Schulen weiterhin von Protesten betroffen
Bildungsminister Édouard Geffray erklärte, am Freitag seien noch 735 der rund 3700 Schulen des Landes von den Protesten betroffen gewesen. Das entspricht einem Rückgang von rund 30 Prozent gegenüber dem Vortag. Dennoch kam es weiterhin zu Blockaden und gewalttätigen Auseinandersetzungen.
Laut GMX forderten die Schülerinnen und Schüler unter anderem eine bessere Ausstattung der Schulen sowie mehr Lehrkräfte. Zudem kritisieren sie den Zustand vieler Gebäude und überfüllte Klassen. Geffray rief Eltern dazu auf, ihre Kinder von der Teilnahme an Ausschreitungen abzuhalten.
Fehlende Lehrkräfte als Auslöser
Auslöser der Proteste war eine Schule in einer Pariser Vorstadt, an der Personal fehlte. Die Situation entwickelte sich anschliessend zu landesweiten Protesten. Zum Beginn des Schuljahres 2025/26 waren in Frankreich nach den vorliegenden Angaben mehr als 2000 Lehrerstellen unbesetzt.
Neben den personellen Engpässen stehen auch die Ausstattung und der bauliche Zustand der Schulen im Mittelpunkt der Kritik. Die Proteste führten in zahlreichen Städten zu Blockaden und Einschränkungen des Schulbetriebs. Gleichzeitig verurteilten die Behörden die gewalttätigen Vorfälle und Angriffe auf Einsatzkräfte und andere Personen.






