Ein Angriff auf ein Krankenhaus erschüttert Myanmar:
Mindestens 34 Menschen sind getötet, zahlreiche weitere verletzt worden.
Der Luftschlag traf ein medizinisches Zentrum im Bundesstaat Rakhine – und markiert einen der tödlichsten Angriffe seit Monaten.
Was über den Angriff bekannt ist
Der Angriff ereignete sich am Mittwochabend in Mrauk-U, einem Gebiet, das von der Arakan Army kontrolliert wird – einer der stärksten ethnischen Milizen Myanmars.
Die Explosionen trafen mehrere Gebäude des Krankenhauskomplexes.
Augenzeugen berichten von:
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eingestürzten Dächern
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zerstörten Krankenhausbetten
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Trümmern auf dem gesamten Gelände
Laut BBC.com wurden die meisten Opfer als Patienten identifiziert, die sich zum Zeitpunkt des Angriffs im Krankenhaus aufhielten.
Die Sanitätsabteilung der Arakan Army bestätigte:
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10 Patienten wurden sofort getötet
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zahlreiche weitere schwer verletzt
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der Angriff begann gegen 21:00 Uhr (14:30 GMT)
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Warum Rakhine aktuell im Fokus der Militärkampagne steht
Seit dem Putsch von 2021 kämpft die Junta gegen zahlreiche ethnische Gruppen.
In den vergangenen Monaten intensivierte das Militär:
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Luftangriffe
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Bombardierungen aus der Distanz
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den Einsatz von motorisierten Gleitschirmen, um Bomben abzuwerfen
Diese Taktik führte bereits zu mehreren Massakern an Zivilisten.
Ein früherer Angriff Anfang des Jahres tötete mehr als 20 Menschen, als Soldaten von einem Gleitschirm aus Bomben auf eine religiöse Feier warfen.
Reaktionen: Militär schweigt – Arakan Army erhebt schwere Vorwürfe
Die Junta hat sich offiziell nicht zum Angriff geäussert.
Pro-militärische Telegram-Kanäle behaupten, es seien keine Zivilisten getroffen worden.
Der Sprecher der Arakan Army, Khaing Thukha, widerspricht entschieden:
„Dies ist ein weiterer brutaler Angriff auf zivile Einrichtungen. Das Militär muss Verantwortung für die Bombardierung von Patienten übernehmen.“
Bilder, die in sozialen Medien kursieren, zeigen schwer beschädigte Gebäudeteile und zerstörte medizinische Ausrüstung.
Neue Ausrüstung aus Russland und China verändert den Kriegsverlauf
Militärexperten warnen, dass moderne Technologie aus dem Ausland der Junta in die Hände spielt.
Geliefert wurden unter anderem:
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präzisere Drohnen
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moderne Flugzeugtechnik
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Waffen und Überwachungssysteme
Dadurch hat die Junta zuletzt wichtige Gebiete zurückerobert und ihren Druck auf die Widerstandsgruppen erhöht.
Politische Lage kurz vor den Wahlen
Die Junta plant für den 28. Dezember Parlamentswahlen.
Sie bezeichnet sie als Schritt zur „Stabilität“.
Doch Kritiker – darunter UN-Eperten – sprechen von einer „Scheinwahl“:
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Zehntausende politische Gegner wurden verhaftet
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Zivilisten werden wegen „Wahlbeeinflussung“ festgenommen
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Aktivisten werden öffentlich gesucht
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ethnische Armeen kündigen Wahlboykotte an
In der Region Magway wurde ein Wahlkandidat sogar von einer Anti-Junta-Gruppe festgenommen.










