Ein Messerangreifer, der bereits wegen einer brutalen Attacke in einem vollbesetzten Zug angeklagt wurde, steht jetzt noch schwerer unter Verdacht.
Neue Ermittlungen bringen weitere mutmassliche Gewaltdelikte ans Licht – darunter Angriffe auf Jugendliche und Erwachsene.
Die Vorwürfe sind erschütternd und zeigen eine Spur der Gewalt über mehrere Städte hinweg.
Neue Anklagen gegen 32-Jährigen nach Zugattacke
Ein 32-jähriger Mann, Anthony Williams, der bereits wegen zehnfachen versuchten Mordes im Zusammenhang mit einer Messerattacke in einem LNER-Zug zwischen Doncaster und London King’s Cross angeklagt ist, muss sich nun für weitere Gewalttaten verantworten.
Die British Transport Police (BTP) teilte mit, dass Williams nach neuen Ermittlungen wegen sieben weiterer Delikte angeklagt wurde – laut bbc.com.
Die neuen Vorwürfe beziehen sich auf mutmassliche Taten, die einen Tag vor der Zugattacke, am 31. Oktober, begangen worden sein sollen.
Die neuen Vorwürfe im Überblick
Die BTP listet folgende mutmassliche Delikte auf:
In Peterborough
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Versuchter Mord an einem 14-jährigen Jungen in Henry Penn Walk
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Versuchte schwere Körperverletzung an einem 28-jährigen Mann in Viersen Platz
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Versuchter Mord an einem 22-jährigen Mann in der Nähe des Freizeitparks Pleasure Fair Meadow Road
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Landfriedensbruch und Besitz eines Messers im Zusammenhang mit einem Vorfall in einem Friseursalon („Ritzy Barbers“)
In Stevenage
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Diebstahl von Messern aus einem Asda-Supermarkt
Im Zug zwischen Hitchin und Biggleswade
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Körperverletzung an einem 31-jährigen Mann
Die Vorwürfe zeigen einen weitreichenden Gewaltfeldzug über mehrere Orte hinweg – nur Stunden vor der grossen Messerattacke im Zug.
Der Hauptfall: Messerangriff im LNER-Zug
Am 1. November soll Williams im Abendzug um 18:25 Uhr GMT plötzlich auf Fahrgäste eingestochen haben, kurz nachdem der Zug Peterborough passiert hatte.
Was im Zug geschah
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Passagiere berichten von panischen Szenen
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Ein Angreifer wurde beobachtet, wie er mit einem Messer durch das Abteil ging
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Der Zug wurde ausserplanmässig nach Huntingdon umgeleitet
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Ein Grossaufgebot von Polizei, Sanität und Feuerwehr stand bereit
Die Tat sorgte in Grossbritannien für grosse Bestürzung.
Gerichtsverfahren und weiterer Ablauf
Williams erschien am Mittwoch nicht zur Anhörung im Amtsgericht Peterborough bezüglich der neuen Anklagepunkte.
Er soll im Dezember vor dem Crown Court in Cambridge erscheinen, wo alle Delikte – die ursprünglichen und die neuen – gemeinsam verhandelt werden.
Seit Anfang November sitzt er wegen der ursprünglichen Vorwürfe in Untersuchungshaft.
Reaktion der Behörden
Der stellvertretende Polizeichef der BTP, Stuart Cundy, erklärte:
„Wir haben eng mit den Polizeikorps von Cambridgeshire und Hertfordshire sowie der Staatsanwaltschaft zusammengearbeitet, um diese zusätzlichen Anklagen zu erheben.“
Die Behörden betonen, dass die Ermittlungen weiterlaufen und Betroffene sowie Zeugen umfassend unterstützt werden.










