Todesschüsse in Minneapolis – ist das der Kipppunkt?
Ein weiterer Mensch stirbt bei einem Einsatz von US-Bundesbeamten. Ausgerechnet in Minneapolis, einer Stadt, in der die Wut über Trumps harte Abschiebepolitik längst lodert.
Der Getötete: vermutlich ein US-Bürger.
Der Zeitpunkt: brisant.
Der Ort: symbolträchtig.
Während Tausende gegen ICE-Razzien demonstrieren, fällt erneut ein Mensch Schüssen zum Opfer. Die USA stehen am sozialen und politischen Kipppunkt.
Die tödliche Eskalation am Samstagmorgen
Am Samstag, 13. Januar 2026, stürmen ICE-Beamte einen Einsatzort in Minneapolis. Was genau passiert, ist noch nicht offiziell geklärt. Laut Augenzeugen wird ein Mann zu Boden gebracht – dann fallen Schüsse. Viele Schüsse.
Mindestens zehn Schüsse sind in Videoaufnahmen zu hören.
Die Person am Boden bleibt regungslos.
Später veröffentlicht das Heimatschutzministerium ein Foto einer angeblichen Waffe – geladen, so Trump auf Truth Social. Der Mann sei bewaffnet gewesen, so die Behörden. Doch viele Stimmen zweifeln: War er wirklich eine Bedrohung?
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Minneapolis: Symbol einer gespaltenen Nation
Schon Anfang Januar war in Minneapolis eine Frau von einem ICE-Beamten erschossen worden. Kurz darauf wurde ein Kind während eines Einsatzes von seinem Vater getrennt – die Szene sorgte landesweit für Entsetzen.
Jetzt wieder ein Toter. Wieder Minneapolis. Wieder Proteste.
Bürgermeister Jacob Frey reagiert deutlich:
«Wie viele Amerikaner müssen noch sterben, bevor diese Einsätze gestoppt werden?»
Gouverneur Tim Walz fordert den Abzug der ICE-Kräfte:
«Sie säen Chaos und Gewalt.»
Protest, Widerstand, Eskalation
In mehreren US-Städten formieren sich Bewegungen gegen die Einsätze. Menschen warnen sich gegenseitig vor Razzien, posten Livevideos, schlagen Töpfe oder pfeifen mit Trillerpfeifen, sobald Beamte auftauchen.
Vergleiche mit dunklen Kapiteln der Geschichte tauchen immer öfter auf:
«Gestapo-Methoden», «Nazi-Methoden», «staatlich organisierter Terror».
Die US-Regierung weist diese Vorwürfe scharf zurück – und hält an der Linie fest.
Trump verteidigt ICE: „Patrioten im Einsatz“
Der Präsident lobt die ICE-Beamten als „Patrioten“ und wirft den demokratischen Behörden in Minnesota vor, die Sicherheitskräfte nicht zu schützen. Auf Truth Social greift er Bürgermeister Frey und Gouverneur Walz direkt an.
Er gibt ihnen die Schuld an der Eskalation – ihre Rhetorik heize die Stimmung auf.
Tausende demonstrieren – neue Klagen angekündigt
Am Freitag, kurz vor dem tödlichen Vorfall, demonstrierten Tausende trotz eisiger Temperaturen gegen die ICE-Einsätze.
Mehrere Klagen gegen die Bundesbehörden sind bereits hängig.
Seit Beginn der verschärften Abschiebewelle in Minnesota wurden rund 3.000 Menschen festgenommen.
Der Protest könnte sich nun ausweiten.
Eine gefährliche Strategie vor den Wahlen?
Beobachter sehen in Trumps Vorgehen auch eine gezielte Eskalationsstrategie – mit Blick auf die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen.
Die USA stehen an einem Wendepunkt.
Minneapolis könnte der Ort sein, an dem sich entscheidet, wie weit die Politik der Angst noch gehen kann.










