Trennung mit sofortiger Wirkung nach öffentlichem Eklat
Manchester United hat sich mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Ruben Amorim getrennt. Die Entlassung erfolgte nur wenige Stunden, nachdem der Portugiese nach dem Unentschieden in Leeds öffentlich und ungewöhnlich scharf die Vereinsführung kritisiert hatte laut dailymail.co.uk.
Amorim wurde die Entscheidung am Montagmorgen im Trainingszentrum Carrington mitgeteilt. Auch die Mannschaft wurde unmittelbar danach informiert. Für das anstehende Auswärtsspiel am Mittwoch in Burnley übernimmt Vereinslegende Darren Fletcher interimsmässig die Verantwortung.
Darren Fletcher übernimmt vorerst die Mannschaft
Der frühere Mittelfeldspieler von Manchester United, der aktuell als U18-Trainer tätig ist, wird das Team bis auf Weiteres betreuen. Der Klub bestätigte dies in einer kurzen Mitteilung und dankte Amorim für seine Arbeit.
„Ruben Amorim hat sein Amt als Cheftrainer von Manchester United niedergelegt. Der Verein dankt ihm für seinen Einsatz und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft“, hiess es in der Erklärung.
Abfindung und sportlicher Misserfolg
Der 40-jährige Amorim hatte noch Anspruch auf eine Abfindung von bis zu 12 Millionen Pfund, sofern er vor dem 1. November entlassen wird. Die genaue Summe ist derzeit noch nicht bekannt.
Sportlich blickt Amorim auf eine schwierige Amtszeit zurück: In 14 Monaten erlebte Manchester United seine schwächste Phase seit über fünf Jahrzehnten. Zum zweiten Mal in 35 Jahren verpasste der Klub die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb. Aktuell steht United auf Rang sechs der Premier League.
Breaking News direkt aufs Smartphone
Verpasse keine Eilmeldung mehr – jetzt den imTicker WhatsApp-Kanal abonnieren:
imTicker auf WhatsApp abonnieren
Öffentliche Kritik machte Position unhaltbar
Auslöser für die sofortige Trennung war Amorims öffentliche Abrechnung mit der Klubführung. Besonders Sportdirektor Jason Wilcox geriet ins Visier des Trainers, der mangelnde Kontrolle und fehlende Entscheidungsgewalt im Januar-Transferfenster beklagte.
In einer emotionalen Rede erklärte Amorim:
„Ich bin hierhergekommen, um Manager von Manchester United zu sein – nicht nur Coach. Das war von Anfang an klar.“
Diese Aussagen sorgten intern für grosses Unverständnis und liessen seine Position letztlich unhaltbar werden.
Amorims Bilanz im historischen Vergleich
Ein Blick auf die Siegquoten seit dem Abgang von Sir Alex Ferguson verdeutlicht Amorims schwierige Phase:
-
José Mourinho: 58,33 %
-
Erik ten Hag: 54,69 %
-
Ole Gunnar Solskjær: 54,17 %
-
David Moyes: 52,94 %
-
Louis van Gaal: 52,43 %
-
Ruben Amorim: 36,92 %
Damit weist Amorim die mit Abstand schwächste Bilanz aller United-Trainer der Post-Ferguson-Ära auf.
Ungewisse Zukunft bei den Red Devils
Wer langfristig das Traineramt bei Manchester United übernehmen wird, ist offen. Die Vereinsführung will sich dazu vorerst nicht äussern. Klar ist jedoch: Der Klub steht erneut vor einem Umbruch – sportlich wie strukturell.










